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Geburtstagskonzert Des Rhein-Kreises Neuss
Dominique Horwitz singt Schubert-Lieder

Grevenbroich. In der Kreisgemeinschaft wird in diesem Jahr auf 40 Jahre kommunale Neugliederung zurückgeblickt - und dazu gibt's ein Geburtstagskonzert mit einem prominenten Multitalent. Dominique Horwitz spielt Theater, führt Regie, schreibt (einen Krimi sogar), macht Chansonabende, dreht Filme - und ist in allem auch immer erfolgreich. Was kann er eigentlich nicht? Dominique Horwitz lacht. "Malen! Im Malen bin ich unsagbar schlecht!", sagt der Schauspieler, der jüngst beim Shakespeare-Festival in Neuss mit seiner Version des "Sommernachtstraums" begeistert hat.

Nun gut, Pinsel und Leinwand sind wirklich nicht gefragt, wenn er am Donnerstag, 1. Oktober, erneut in die Nachbarstadt kommt und im Zeughaus mit dem Liederabend "Erlkönigs Verwandlung" das Niederrhein-Musikfestival bereichert und damit gleichzeitig das Geburtstagskonzert des Rhein-Kreises zum 40. bestreitet. Eine Premiere ist der Abend, denn erst kurz zuvor wird Horwitz mit dem Amaryllis Quartett und der Flötistin Annette Maiburg zusammentreffen, um zusammenzuführen, was jeder der Mitstreiter bis dato für sich geprobt hat.

Spannend wird es. Davon ist Horwitz überzeugt. Er mag solche Projekte, die ihn fordern. Nicht als Sänger, sondern als Schauspieler. Denn auch wenn er Schuberts "Der Tod und das Mädchen", "Ihr Blümlein alle" oder eben "Erlkönig" singt, steht er als Schauspieler auf der Bühne. Natürlich als einer, der auch singen kann - schließlich ist Horwitz auch für seinen Jacques-Brel- oder Serge Gainsborug-Abend bekannt. Aber: "Ich bin kein richtiger Sänger wie ein Dietrich Fischer-Dieskau es war", sagt er. Doch genau das interessiert an diesem Neusser Projekt. "Das Besondere ist doch, dass ein Schauspieler diese Lieder singt." Entstanden ist die Idee überhaupt in einem Gespräch mit der Leiterin des Musikfestivals, Annette Maiburg. Sie wollte mit dem in Weimar lebenden Schauspieler einen Gesangsabend machen - aber wie könnte er aussehen? Die Idee, Schuberts Lieder zum Hauptthema zu machen, sei dann von ihm gekommen, erzählt Horwitz und ergänzt lachend: "Dass sich ein nicht ausgebildeter Sänger daran wagt, ist vielleicht ungewöhnlich, aber vielleicht können wir so ein neues Genre erfinden." Dirigent und Musiker Stefan Malzew hat die Lieder für Horwitz arrangiert. Dominique Horwitz liebt nicht nur seinen Beruf, sondern weiß auch, dass er der richtige ist. "Ich bin durch Zufall und Glück in diesen Beruf hineingestoßen worden", erzählt er, "und konnte mir auch lange die Zeit nehmen und brauchte sie auch, um zu wissen, was ich will." Ob Horwitz in "Wallenstein" auf der Bühne steht oder wie demnächst mit Schubert-Liedern: Seine Herangehensweise ist immer dieselbe. "Ernsthaftigkeit und Respekt vor dem, was ich da mache" - das ist für ihn die Basis jeder Arbeit. Es spiele es keine Rolle, ob es sich um lustige und liebenswerte oder schwere und dramatische Projekte handele. Erfolg spielt für ihn nur eine untergeordnete Rolle. Aber mit Misserfolgen hat er bislang kaum Erfahrungen gemacht. Denn wie gesagt, von Pinsel und Farbe lässt er lieber die Finger. Helga Bittner

Info Liederabend im Neusser Zeughaus, Donnerstag, 1. Oktober 2015, 20 Uhr, Karten unter Tel. 0211 274000

Quelle: NGZ
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