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Ückerath
Doris und Josef Hall verabschieden sich von ihren Kunden

Ückerath: Doris und Josef Hall verabschieden sich von ihren Kunden
Michael Klefisch überreicht Doris Hall einen Blumenstrauß der Freunde, die sich gern in der Trinkhalle getroffen haben. FOTO: cw-
Dormagen. Es war ein trauriger Anlass - und dementsprechend wehmütig waren Besitzer und Kunden gleichermaßen: Nach einem knappen halben Jahrhundert verabschiedeten sich Doris und Josef Hall aus Gesundheitsgründen von ihrer Trinkhalle an der Straße In Ückerath - und damit von vielen Freunden und Weggefährten, die dort gern eingekauft und einen Kaffee getrunken haben. So war es kein Wunder, dass viele Freunde zum Abschied in der Trinkhalle gekommen waren.

Am 1. Dezember eröffnet dort Manuela Scheuch das Blumengeschäft "Seelenzauber". "Wir werden Euch sehr vermissen, wünschen Euch alles Gute für die Zukunft", sagte der zweite Brudermeister und Ex-Schützenkönig Michael Klefisch aus Gohr, der stellvertretend für den Freundeskreis rund um ehemalige Schützenkönige Blumen an Doris Hall überreichte. "Das war hier wie ein zweites Zuhause für uns", sagt Michael Klefisch, der mit seiner Frau Corinna dort oft auf Freunde wie Simone und Heinz-Peter Strauch, das Hahnenkönigspaar von 2013, traf.

Für Josef Hall hatten die Freunde ebenso ein Geschenk mitgebracht, der für Simone Strauch "einfach immer da war", wie sie sich an ihre Kindheit erinnert: "Wenn wir was vergessen hatten, wurde es schnell bei Onkel Josef und Tante Doris gekauft." Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld schaute bei den Halls vorbei: "Eine solche Anlaufstelle als Treffpunkt ist wichtig für einen Ort, schade, dass Sie sie nun aufgeben müssen.

" Er schenkte dem Ehepaar Hall einen Kalender mit Fotos aus dem Stadtgebiet, von dem es nur 150 Exemplare gibt. Der Abschied fiel schwer. "Wir haben in meinem Elternhaus hier den ersten Supermarkt des Ortes gehabt und vor 52 Jahren Obst mit einem Wagen herumgefahren", blickt Josef Hall (73) zurück. Er und seine Frau Doris (71) haben dann die Trinkhalle 42 Jahre mit viel Herzblut geführt. "Der Kontakt zu den Kunden war mir immer wichtig", sagt Doris Hall, der jedoch die langen Öffnungszeiten von 5 bis 21 Uhr zu schaffen machten.

Die Bewirtung des Hubertussaals in Straberg wird die Familie Hall weiterführen, dort ist sie schon seit 43 Jahren tätig.

(cw-)
 
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