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Aok-Empfang
Ein Lied über "Henriettas Lieblingsfest"

Neuss. Wenn die AOK Rheinland-Hamburg zum Empfang des Schützenkönigs in ihre Zentrale an der Oberstraße bittet - und das tat das Unternehmen gestern zum 26. Mal -, dann ist die Gesundheitsbranche besonders zahlenstark vertreten. Wie wäre es, richtete Schützenpräsident Thomas Nickel eine Frage an die versammelten Krankenhaus-Geschäftsführer und Gesundheits-Politiker, wenn sich diese über die Neusser Kirmestage zusammenfänden um darüber nachzudenken, "wie man ihre Häuser führt und zusammenführt?". Nickel nannte dies eine "schöne schützenfestliche Aufgabe" und gab so dem geselligen Treffen der "Schützenfestfans", wie er die 120 AOK-Gäste zusammenfasste, doch eine leichte politische Note.

Sie blieb Randnotiz des vorschützenfestlichen Treffens, zu dem Hans Werner Stratmann, Regionaldirektor der AOK als Gastgeber eine besondere Überraschung für das Schützenkönigspaar Gerd Philipp und Stefanie Sassenrath vorbereitet hatte. Dem Königspaar, das sich der Musik in besonderer Weise verbunden fühlt, brachten 15 Vorschulkinder der Kindertageseinrichtung "Am Wasserturm" ein Ständchen. Sie sangen von "Henriettas Schützenfest" und verpflanzten damit eine Figur nach Neuss, die sie im Landestheater bei einem Präventions-Theaterprojekt der AOK kennengelernt hatten. Seit 1991 empfängt die AOK das amtierende Schützenkönigspaar - und dessen Vorgänger. Gut 20 Ex-Majestäten waren der Einladung gestern gefolgt. An ihre Königsjahre erinnerten die Orden, die Wilhelm Jung, ein pensionierter AOK-Mitarbeiter, in einer Vitrine ausstellte. Seine Sammlung umfasst etliche dieser Königsgaben und reicht bis in das Jahr 1912 zurück. Sassenrath sorgte dafür, dass sie topaktuell bleibt. Jung erhielt ebenso wie Stratmann den aktuellen Königsorden, ansonsten aber wurden - und das ließ aufmerken - nur Frauen bedacht: Ursula Schöpkens, Marita Wilschrey, Irmgard Gerbrand, Ingrid Hellendahl, Karoline Küpping und Ellen Herget. Sie waren bei der AOK die Organisatoren dieses Treffens.

Dass sich Sassenrath viele Gedanken über den Gastgeber AOK gemacht hatte, wurde in seiner Rede deutlich, in der er Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen AOK und Schützen aufzeigte: "Beide haben mit einer Klientel zu tun, die Beitragserhöhungen nicht mag", stellte er zum Beispiel fest. Und in beiden "mischt der Bundesgesundheitsminister mit", Hermann Gröhe, sein Zugkamerad. -nau

Quelle: NGZ
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