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Raphaelshaus
Erlebnisparcours und Steinstele eingeweiht

Dormagen. Im vergangenen Jahr wurde mit den Bauarbeiten begonnen, im Frühjahr war er dann fertig: der Erlebnisparcours des Raphaelshauses. Dabei handelt es um eine kleine Landschaft, die alle Herausforderungen anbietet, die Mountainbike- und Trekkingtouren mit Packtieren zu bewältigen haben: Wasserfall, Furt, Brücke, Stufen, Steilhänge, knatternde Fahne und Hohlweg. Dort können Kinder und Jugendliche der Einrichtung unter Anleitung von Pädagogen mit den Tieren oder auf dem Mountainbike üben, was ihnen auf Touren an Hindernissen begegnet. Nun hat der Parcours auch ein eigenes Kunstwerk, das der Dormagener Steinmetz und Künstler Gregor Davertzhofen geschaffen hat.

Inspiriert von der Idee des Direktors des Raphaelshauses Hans Scholten, der den Engel Raphael, die Arche Noah mit Kindern und vor allem die helfenden Tiere verewigt wissen wollte, entstand eine Steinstele. Aus dem schweren Kalkblock, der aus einem Steinbruch in der Nähe von Hannover stammt, meißelte Davertzhofen das Kunstwerk. Als eine andere Form von Gipfelkreuz wacht die Steinsäule nun über den Erlebnisparcours, den angrenzenden Fußballplatz und den Hochseilgarten des Raphaelshauses. "Ich bin sehr froh, dass es mir gelang, die Beziehung zwischen Kindern und den vierbeinigen Helfern mit dem Schöpfungsgedanken zu vereinen", sagte Davertzhofen bei der Einweihung.

Am Fuß der Säule erinnert ein Zitat von Franz von Assisi "Laudato si" an den Lobpreis des Schöpfers und die Verantwortung für die den Menschen anvertraute Erde. Joachim Windolph, Seelsorger des Raphaelshauses, erklärte den Kindern während eines Gottesdienstes die Symbolik des Kunstwerks. Anschließend verfolgten über 250 Gäste die Segnung von Parcours und Stele. Auf die Mädchen und Jungen wartete dann der Eiswagen und auf die Gäste ein kleiner Umtrunk im Reiter-stübchen des Reitstalls.

Scholten betonte, dass wieder ein Traum mit Hilfe vieler Freunde und Förderer zugunsten der Kinder und Jugendlichen im Raphaelshaus Gestalt angenommen habe. "Ohne diese Freunde wäre das Raphaelshaus ein ,schwarz-weiß-Film'", sagte er und fügte hinzu: "Mit dieser Hilfe bieten wir den uns anvertrauten Mädchen und Jungen eine unverwechselbar bunte Vielfalt an pädagogischen Methoden und Werkzeugen."

Quelle: NGZ
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