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Dormagener Orgelsommer
Experte spielt auf der "coolsten Orgel" Dormagens

Dormagener Orgelsommer: Experte spielt auf der "coolsten Orgel" Dormagens
Udo Flaskamp hat bereits bei zwei der vier Orgelsommer-Konzerte gespielt, vergangene Woche ist er aber nur eingesprungen, weil der geplante Organist nicht anreisen konnte. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Studiert hat er Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Köln mit A-Examen-Abschluss. Daran schloss sich die künstlerische Reifeprüfung im Fach Orgel bei Professor Wolfgang Stockmeier an. Er arbeitete als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Wuppertal, seit 1998 leitet Udo Flaskamp den Bereich Marketing und Kommunikation in der Düsseldorfer Tonhalle. Doch natürlich kann ein professionell ausgebildeter Orgelspieler nicht von seinem Instrument lassen und so hatte der heute 54-Jährige die Idee, in der evangelischen Kirche seines Wahlheimatortes Stürzelberg, der Lukaskirche, "anzuklopfen", wie er sagt und zu fragen: "Ich kann Orgel spielen.

Könnt ihr mich gebrauchen?" Na klar konnten sie das. Seitdem hat Flaskamp schon viele Sonntagsmessen mit seinem Spiel begleitet. "Es macht mir einfach unheimlich Spaß, im Gottesdienst eine Funktion zu übernehmen", sagt der Musiker, der seit vielen Jahren auch in der Christuskirche an der Ostpreußenallee musiziert - auf der "coolsten Kirchenorgel" Dormagens, die erst an Pfingsten 2015 feierlich eingeweiht wurde und stolze 360.000 Euro gekostet hat.

Und da Flaskamp eh regelmäßig in der Christuskirche war, kam Pfarrer Frank Picht vor anderthalb Jahren auf die Idee, ihn zu bitten, auch die Dormagener Kantorei zu dirigieren. Flaskamp wollte. "Manche laufen in ihrer Freizeit am Rhein entlang, ich spiele eben Orgel", sagt er und lacht. Dann hatte der Stürzelberger gleich eine weitere Idee, nämlich vier Orgelkonzerte in einem begrenzten Zeitraum anzubieten - der erste Dormagener Orgelsommer war geboren.

Das erste Konzert am 3. September unter dem Titel "Unendliche Geschichten von J.S. Bach" spielte Flaskamp gleich selbst, das zweite sollte eigentlich der Organist Wolfgang Abendroth aus Düsseldorf gestalten. Das scheiterte jedoch an einem technischen Defekt: Das Flugzeug, mit dem Abendroth von Norwegen nach Düsseldorf fliegen wollte, konnte nicht starten. Kein Problem für Flaskamp - er spielte selber. Das soll beim dritten Konzert der Reihe am Sonntag, 24.

September, nicht der Fall sein. Dann wird ab 17 Uhr Dominik Susteck aus Köln auftreten. Er spielt neben Musik von Bach und Buxtehude seinen 30-minütigen Zyklus "Zeichen". Zum Abschluss der kleinen Reihe wird am 1. Oktober Aarnoud de Groen aus Den Haag zu sehen und hören sein, dessen Spiel sich auf die Choräle von Luther beziehen wird. An der Abendkasse kosten die Karten zu den beiden Konzerten jeweils 8 Euro. Flaskamp geht davon aus, dass dem ersten der zweite Dormagener Orgelsommer folgen wird.

"Es dauert, bis sich eine Reihe etabliert", sagt er. Anneli Goebels

Quelle: NGZ
 
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