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Grundschule "die Brücke"
Generalkonsuln von Neusser Kindern bei Lesewettbewerb schwer beeindruckt

Neuss. Der Lesewettbewerb der Gemeinschaftsgrundschule "Die Brücke" war ein voller Erfolg. Die Schüler der sechs verschiedenen Herkunftsklassen des vierten Jahrgangs lasen vor einer Jury im Kulturkeller ihre Lieblingsgeschichten in ihrer jeweiligen Muttersprache vor. In Albanisch, Arabisch, Deutsch, Griechisch, Polnisch und Türkisch. Und obwohl die Kinder lediglich zwei Stunden pro Woche ihre Muttersprache lernen, wussten sie sogar hohe ausländische Botschafter zu beeindrucken. Der Einladung zum Lesewettbewerb folgten nämlich die beiden Generalkonsuln der Auslandsvertretungen der Türkei, Sule Gürel, und Griechenlands, Gregory Delavekouras.

Sule Gürel betonte auf ihrer Rede auf Englisch, dass sie besonders stolz auf die Kinder sei, die, obwohl sie in Deutschland wohnen, so gut ihre Muttersprache beherrschten. Das sei nicht selbstverständlich, da die meisten die Heimat ihrer Eltern nur aus dem Urlaub kennen.

Gregory Delavekouras sagte: "Durch das Programm der Schule werden zwei sehr wichtige Ziele erreicht. Erstens das Erlernen der Muttersprache, die von großer pädagogischer Bedeutung ist, und zweitens die Gewöhnung der Schüler mit der Vielfalt."

Die Jury, die aus Mitarbeitern des Schulamts Neuss und Düsseldorf bestand, bewertete die Lesungen anhand im Voraus abgestimmter Kriterien. Fließend, deutlich und laut lesen war gewünscht. Zudem kam es auf gute Betonung an. Am meisten beeindruckte die Jury ein Mädchen mit türkischem Migrationshintergrund. Sie gewann nämlich nicht nur den türkischen Lesewettbewerb sondern setzte sich auch gegen die Vorleser in der deutschsprachigen Konkurrenz durch. "Das hat uns alle besonders beeindruckt", sagt die Deutsch- und Türkischlehrerin der Brücke, Güler Gül. Sie will den Kindern ein besonderes Motto vermitteln. "Das Buch ist dein bester Freund - nicht die Playstation."

Der Erfolg des Lesewettbewerbs gibt Gül Recht. Die Kinder seien auch nach dem Wettbewerb noch besonders motiviert, ihre Sprache zu lernen und zu lesen. "Deswegen sprechen wir schon vom nächsten Jahr", sagt Güler Gül. Wenn es nach ihr ginge, sollen beim nächsten Lesewettbewerb auch englische, französische und spanische Geschichten gelesen werden.

Kilian Treß

Quelle: NGZ
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