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Pogromnacht-Gedenkfeier
Gesamtschüler zünden Kerzen für Auschwitz-Opfer an

Grevenbroich. Die Liste der Namen war lang: Aus Hemmerden, Wevelinghoven, Gustorf und der Stadtmitte stammten rund 30 jüdische Mitbürger, die während der Nazi-Zeit ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurden. An ihre Schicksale erinnerten die Schüler der Projektgruppe "KKG - Gegen das Vergessen" der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule während der Pogromnacht-Gedenkfeier auf dem Synagogenplatz. "Was 1938 am 9. November begann, endete im Völkermord. Es ist daher unverzichtbar, an diesem Abend an den Holocaust zu erinnern ", sagte Nivetha Kulendran.

Die Schicksale jüdischer Familien aus Grevenbroich sind für die Gesamtschüler jüngst greifbar geworden. Sie besuchten das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. "Vor Ort ist uns das Ausmaß der Juden-Vernichtung bewusstgeworden. Wir sind verantwortlich dafür, dass dies nicht mehr passiert", mahnte Lisa Staff. Für jedes Auschwitz-Opfer der Stadt zündeten die Gesamtschüler eine Kerze an. Ein fiktiver Tagebucheintrag eines KZ-Insassen und das Gedicht "Grenzenlos" von Mariana Tomovski sorgten während der fünften Gedenkfeier unter der Regie der Projektgruppe für eine nachdenkliche Stimmung.

Mit dem Lied "Refugees welcome" holte die Schülerband "Katie's Houseband" das Thema Ausgrenzung in die Jetztzeit. Die Kerzen wurden abschließend zum jüdischen Friedhof getragen. Dort soll, so das nächste Ziel der Gruppe, eine Gedenktafel an alle jüdischen Bürger der Stadt erinnern, die nicht dort bestattet worden sind. jn

Quelle: NGZ
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