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Mgv Eintracht Kleinenbroich
Herbstkonzert mit klassischen und populären Titeln

Grevenbroich. Klassisch, mit keckem Akzent war das Outfit der Sangesfreunde vom MGV Eintracht Kleinenbroich zum Herbstkonzert im Forum der Realschule. Wie die Herren unter Georg Schillingers Leitung Krawatten im kräftigen Pink, Gelb oder Grün zu Schwarz trugen, so setzten sie auch in der Liedauswahl auf Farbe, sprich Abwechslung. Der erste Auftritt stand in der Tradition klassischer Männerchorliteratur, der zweite Block setzte auf populäre Stücke.

"Es ist schon faszinierend, was es inzwischen für Männerchor gibt", bemerkte Thomas Bommes im Foyer. Auch romantischer Gesang und Chansons wurden bei dem Konzert geboten. Unter den vielen Ehrengästen begrüßte Bommes Bürgermeister Marc Venten, Vorgänger Heinz Josef Dick, Pfarrvikar Hermann-Josef Schagen und Schützenkönig Thomas Müllers.

Zum mährischen Tanz "Cekolina" kontrastierten die Herren im flotten Einstieg kurze Werte mit auffordernden Akzenten. Von der besonnenen Seite zeigten sie sich zu Quirin Risches Melodie vom jungen Mädchen. Eine winzige Prise Dramatik in einer Melange von Sehnsucht und Geheimnis mit kräftigem Abschluss gab es zur "Schänke von Sagora". Amüsant philosophierte der Chor nach Max Raabes Art über die Erkenntnis "Küssen kann man nicht alleine".

Damit eröffnete er den Block mit Liedern von Unheilig und Udo Jürgens. Als akustischer und optischer Gegenpol dankte Britta von Anklang, im Alleingang "100 Prozent Frauenquote" erfüllen zu können. Auch sie setzte auf Abwechslung mit einem Mix aus Operette, Musical und Filmmusik, ergänzt um eine musikalische Liebeserklärung auf den Kaiserschmarrn. "Vorsicht: heiß - nicht fettig" überschrieb sie ihre Auswahl an launischen Chansons mit musikkabarettistischen Einschlägen.

Ihre liebsten Auftritte seien die bei Männergesangvereinen, betonte sie im ironischen Seitenhieb auf das dort meist gehobene Durchschnittsalter, ehe sie im Lied nach Otto Reutter empfahl "Nehm se´n Alten - denn der denkt bei jedem Kusse, huch, ist vielleicht das letzte Mal". Die Herren, auch die Jüngeren unter ihnen, nahmen es mit einem Schmunzeln. Gut gelaunt spendierte ihnen von Anklang nach dem kräftigen Schlussapplaus eine Sonderwerbung.

Natürlich auf ihre Art: "Die hier wachsen nicht mehr - zahlenmäßig, meine ich. Hier sind doch viele unter 80 Jahren - geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie mal zur Probe montags abends im Alten Bahnhof".

(anw)
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