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Zwar-Netzwerk
Junge Flüchtlinge lernen in der neuen Heimat zu kochen

Grevenbroich. "Das schmeckt ja wie zu Hause in Aleppo" sagte Shaher A. und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Denn den Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln, Möhren und Tomaten, den er gerade aß, hatte er zuvor selbst gekocht. Zusammen mit 15 anderen Männern aus Syrien, Afghanistan und Albanien hatte er an einem Kochkurs teilgenommen, den ehrenamtliche Flüchtlingshelfer sowie Mitglieder des "ZWAR-Netzwerk Korschenbroich Montag" durchgeführt hatten. In der Küche des Gymnasiums Korschenbroich wurden drei Gänge gekocht mit insgesamt sechs Gerichten - jeweils ein deutsches und ein arabisches.

"Wir wollen eine Art Erste-Hilfe in Küchendingen bieten - und einen kleinen Einblick in die deutsche Esskultur", sagte dazu Joerg Utecht, der zusammen mit Hans-Reinhardt Michels die Idee zu dem Angebot hatte. Die Mehrzahl der meist sehr jungen Flüchtlingen hatte zuvor in der alten Heimat keinerlei Kochkenntnisse erwerben können - und muss sich nun in den Unterkünften hier selbst versorgen. Damit die Männer nicht ausschließlich auf Fastfood und teure Fertigprodukte zurückgreifen, wurden ihnen die Grundlagen von Produktauswahl und Kochtechniken vermittelt.

Ob eine klassische Kürbissuppe oder im Ofen gebackener Butternutkürbis mit arabischen Aromen, Reibekuchen mit Apfelkompott oder zum Abschluss die beiden Pudding-Varianten - afghanischer Firni sowie Vanille-Flammeri: Die Köstlichkeiten wurden aus frischen Zutaten gemeinschaftlich zubereitet.

Quelle: NGZ
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