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Leseclub
Käthe-Kollwitz-Schüler feiern ihren Sieg

Leseclub: Käthe-Kollwitz-Schüler feiern ihren Sieg
"Hurra! Hundert Euro für die Klassenkasse", freuten sich die Schüler der Klasse 6.1a, als ihnen ihre Leselust honoriert wurde. FOTO: LBER
Grevenbroich. Eva Lindenlauf liest "für ihr Leben gern". Vor allem mag die Elfjährige Bücher, "in denen Leute Geschichten erzählen, die so alt sind wie ich". Weil auch ihre Mitschüler aus der Klasse 6.1a regelrechte Leseratten sind, sich alle zusammen bei Sommerleseclub der Stadtbücherei angemeldet hatten und es keine andere Grevenbroicher Schulklasse gab, die noch mehr Lektüre verschlungen hatte als sie, sind die Sechstklässler jetzt für ihre Leselust ausgezeichnet worden.

Klassenlehrerin Ilse Hösen-Brings war gerade mitten im regulären Englischunterricht, in dem übrigens auch viel Lektüre auf dem Programm steht, wie die Lehrerin gerne verriet, als Elke Wowra vom Kulturamt an die Tür klopfte. "Dass sie uns eine Urkunde überreichte, war schön", rekapituliert Dilan Meuser, zusammen mit Dorian Reisdorf Klassensprecherin der 6.1a. "Aber der Gewinnscheck war auch nicht schlecht."

100 Euro für die Klassenkasse übergab ihnen Elke Wowra, die maßgeblich verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Sommerleseclubs (SLC) ist. Überhaupt zum ersten Mal in der Geschichte der Grevenbroicher SLC-Ausgabe wurde dieser vom Förderverein der Stadtbücherei gestiftete Preis vergeben. Weitere Auszeichnungen für Leseratten gab es in Form von Gutscheinen für Gaming-Nachmittage oder den Besuch beim Falkner.

"Da beginnt nun eine heiße Diskussion, für was für das Geld ausgeben", wissen die Klassensprecher. In Jahrgangsstufe steht eine Klassenfahrt mit noch unbekanntem Ziel an, schön wäre aber ein zeitnaher Ausflug ins Jump House nach Köln, und wieder andere träumen von einem üppigen Eisessen. "Wir werden darüber demokratisch abstimmen", erklärt Dorian Reisdorf. Leichtfertig soll nichts investiert werden, denn aufgestockt wird die Klassenkasse durch regelmäßige Aktionen wie die Rückgabe von Pfandflaschen. "Wir alle sammeln Leergut in blauen Müllsäcken", beschreibt Eva Lindenlauf, wie sich aus dem emsigen Sammeln von viel, viel Kleinkram etwas machen lässt, um Geld für Investitionen zu bekommen. Fest steht nur, dass nicht in Literatur investiert wird. "Ich habe zu Hause eine riesige Bibliothek mit Büchern, die ich alle gelesen habe", beschreibt Dorian Reisdorf wie es in seinem Zimmer ausschaut. "Und wenn wir etwas lesen wollen, können wir immer in die Stadtbücherei gehen", erklären die Schüler der Klasse 6.1a. Denn Lesen, erklärt Dilan Meuser, die übrigens ebenso wie Klassenkameradin Eva später gerne mal Lehrerin werden möchte, bereitet ihr nicht nur "richtig viel Spaß. Das ist auch was ganz anderes, als immer nur was mit dem Handy zu machen." Valeska von Dolega

Quelle: NGZ
 
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