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Benefiz-Lehrgang
Kampfsportler helfen Rheinfelder Brandopfern

Benefiz-Lehrgang: Kampfsportler helfen Rheinfelder Brandopfern
Nadine Beu dankte den Teilnehmern des Benefiz-Karate-Lehrgangs - auch im Namen ihres Mannes Thomas, der sich nach seinen Brandverletzungen noch in der Rehabilitation befindet. FOTO: Verein
Dormagen. Das Schicksal der Dormagener Familie Beu hat viele Menschen bewegt - und in Bewegung gebracht. Das Haus der Beus in der Straße Grienskamp in Rheinfeld war am 31. Oktober durch ein Feuer zerstört und Vater Thomas Beu durch die Flammen schwer verletzt worden. Seitdem haben unzählige Helfer gespendet; ein Aufruf des Fördervereins der Kindertagesstätte Farbenplanet hatte mehr als 14.000 Euro eingebracht. Und jetzt stellten fast 90 Männer, Frauen und Kinder aus vielen Regionen Nordrhein-Westfalens eindrucksvoll unter Beweis, dass auch die Kampfsportszene zusammenhält. Der gehören auch Thomas und Nadine Beu an, die als Vorstand den Karateverein Kampfkunst Shirai betreiben. Die 90 Sportler nahmen an einem Benefiz-Karate-Lehrgang in der Dreifach-Turnhalle an der Konrad-Adenauer-Straße teil, dessen Erlös in Höhe von rund 2000 Euro den Brandopfern zugute kommt. Am Erfolg der Aktion waren natürlich ganz besonders die Organisatoren Sven Wätzold und Ruth Haustein aus dem Verein Shirai beteiligt, ebenso die von ihnen engagierten Dozenten und Trainer Thomas Prediger, Seoung-Sook Park, Keigo Shimizu und Wolfgang Wedekind, die sich alle kostenlos zur Verfügung stellten. Ergänzt wurde diese Riege um die beiden Vereinstrainer Dino und Rego. Shirai-Mitglieder und deren Angehörige stellten zudem eine Caféteria auf die Beine, Georg Pohl baute einen Currywurstwagen vor der Halle auf, an dem sich die Sportler stärken konnten.

Unterstützung gab es auch von zwei mit Shirai befreundeten Vereinen aus Dormagen. "Karate-Do Dortmagen" aus Knechtsteden und die "Karatefachsportschule de Vries" aus Delrath hätten jeweils noch einmal rund 1800 Euro für die Familie Beu gesammelt, teilte Shirai mit.

Nadine Beu dankte in einer kleinen Ansprache allen Beteiligten ganz herzlich, auch im Namen ihres Mannes, der sich zum Auskurieren seiner Brandverletzungen noch in einer Rehabilitationsklinik befindet. Die ganze Familie sage den Gönnern und Spendern "Oss!". Im Karate-Do hat dieses Wort mehrere Bedeutungen, eine davon ist "Danke". Es dient aber auch als Gruß an andere Karateka. Wird es mit einer Verbeugung ausgesprochen, drückt das Wort "Oss" Respekt, Vertrauen und Sympathie für das oder die Gegenüber aus. Stefan Schneider

Quelle: NGZ
 
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