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Umweltscouts
Kinder im "Gespräch" mit Hundedame Mila

Dormagen. Mila weiß genau, was sich gehört. Und deshalb reichte sie ihren Gästen zum Abschied selbstverständlich die Hand. Pardon: das Pfötchen. Denn Mila ist eine vier Jahre alte Labrador-Pudel-Mix-Dame. Sie wohnt in Rheinfeld, gehört der erfahrenen Hundehalterin Andrea Nickel und stand jetzt im Mittelpunkt bei einem Kursus der Dormagener Umweltscouts, den Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam organisiert hatte. Zu Umweltscouts können Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren werden, die sich gerne mit Natur- und Umweltthemen beschäftigen. Beim Treffen mit Mila erfuhren sie jede Menge Wissenswertes über Hunde und deren Art zu riechen, zu hören und zu kommunizieren. Dass Hunde bellen, wussten die Kinder natürlich. Dass die Vierbeiner aber noch viel stärker über ihren Körper und ihr Verhalten mit dem Menschen "sprechen", wurde bei dem Kursus sehr deutlich.

Nach einer Einführung, in der es vor allem um die Sinne des Hundes gegangen war, durften die Kinder Andrea Nickel Fragen stellen. Und das taten sie dann auch ausgiebig, zumal viele von ihnen selbst einen Hund zu Hause haben. Teilweise berichteten die Kinder von erlebten Situationen, in denen es auf richtiges Verhalten besonders ankommt. So erzählte Emily, dass ihr in einem Park ein fremder Hund gefolgt sei und sie aus Angst weggelaufen sein. Kursleiterin Nickel erklärte, dass dies eine schlechte Lösung sei - nicht nur, weil der Hund im Regelfall schneller ist. Das Wegrennen könne bei den Tieren einen "Nachlaufreflex" auslösen, auch wenn dieser nur spielerisch gemeint sein; durch einen Sturz werde die Situation womöglich verschärft. "Stehenbleiben ist besser, auch wenn das Mut erfordert", riet Nickel. Begeistert seien die Kinder gewesen, als sich Hündin Mila auf das Kommando "Peng" tot stellte und sich später sogar über den Rasen rollte, berichtete Dormagens Stadtsprecher Harald Schlimgen. Auch in der Fährtensuche sei der Labradoodle unschlagbar gut gewesen und habe jedes Teil zurückgebracht, das die Umweltscouts versteckt hatten. Die Mädchen und Jungen durften Mila auch über den lockigen Kopf streicheln, nachdem sie wussten, wie die richtige Kontaktaufnahme mit einem fremden Hund aussieht. Und noch eine Erkenntnis nahmen sie - schmunzelnd - mit: dass Hunde mit Schlappohren tatsächlich nicht so gut hören können wie solche mit Stehohren. ssc

Quelle: NGZ
 
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