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Quirinus-Gymnasium
Klassentreffen der "Abiturientia 1951"

Neuss. Sie zählen sich zur "Kriegs- und Hungerleidergeneration", aber sie haben ihren Weg gemacht: 65 Jahre nach ihrem Abitur am Quirinus-Gymnasium kamen jetzt noch einmal zwölf ehemalige Oberprimaner zu einem Klassentreffen zusammen. Der erste Treffpunkt war die Corneliuskapelle in Selikum - und der war absichtlich gewählt. Denn mit neun katholischen Geistlichen, von denen noch drei leben, und einem evangelischen Pastor war die Berufsgruppe der Seelsorger in diesem Abi-Jahrgang fast die größte.

Mit diesen "Hausgeistlichen" wurde erst ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Anschließend hatte Josef Liebertz für die Ehemaligen, die heute alle im neunten Lebensjahrzehnt stehen, im Drusuhof einen Tisch reserviert. Als die Klasse Abitur machte, gab es weniger zu "schmausen", denn Fett und Zucker waren damals noch nur mit Lebensmittelmarken zu bekommen. Die Währungsreform war erst drei Jahre alt, erinnert Liebertz und fügte hinzu: "Als wir nach unserer Ausbildung Mitte der 1950er Jahre in unsere Berufe eintraten, begann gerade das Wirtschaftswunder.

" Acht Absolventen aus diesem Jahrgang ergriffen technische Berufe, vier wurden Hochschulprofessoren, andere gingen in die (Stadt)-Verwaltung oder verdienten ihr Geld als Rechtsanwälte, Lehrer, Ärzte - oder gründeten Unternehmen. "Kurz, es scheint so", sagte Liebertz, "als können wir von unserer Klassengemeinschaft behaupten, dass wir zum Aufbau unseres Vaterlandes nach dem unglückseligen Adolf-Krieg einiges beigetragen haben", sagt er.

Quelle: NGZ
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