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Fünf Lieblingsorte
"Mitten in der Stadt verbirgt sich ein Kleinod"

Grevenbroich. Für Ursula Schachschneider gibt es keine bessere Inspiration als ein Spaziergang durch die Heimat. Wenn die Grevenbroicher Künstlerin nicht gerade an einer neuen Ausstellung in ihrem Atelier in der alten Wäscherei arbeitet, sucht sie - nach Schönem, Außergewöhnlichem und neuen Ideen. Den NGZ-Lesern hat sie ihre fünf liebsten Orte in Grevenbroich verraten. Als Tipp für alle, die noch auf der Suche sind ... Villa Erckens - Museum der Niederrheinischen Seele Für Ursula Schachschneider ist das Museum "das" Herzstück der Stadt.

Nicht ohne Grund gehört sie dem Förderverein und der Künstlergruppe "Villa Erckens" an. "Die Villa ist einfach wundervoll gelegen", sagt sie. "Der Blick über die Stadtparkinsel, den Park und die Erft ist unschlagbar." Zudem ist sie ein historischer Ort. 1887 ließ der Industrielle Oskar Erckens das Gebäude im klassizistischen Stil als Wohnsitz seiner Familie in unmittelbarer Nähe seines Betriebs, einer Baumwollspinnerei und -Weberei, errichten.

1956 wurde der betrieb geschlossen. Wenig später erwarb die Stadt Villa und Park. Seit 1989 ist das Haus ein Museum, seit 2012 das der "niederrheinischen Seele". Abgesehen von vielen kulturellen Veranstaltungen, an denen Ursula Schachschneider als Künstlerin und Fördervereinsmitglied mitwirkt, verbindet sie aber auch eine ganz persönliche Erinnerung mit Grevenbroichs präsentabelsten Haus: "Früher war in der Villa das Standesamt untergebracht", erzählt sie.

"Mein Mann und ich haben dort geheiratet, unser Foto ist Teil einer Bildercollage, die heute in der Villa hängt. Vor der Collage steht eine Skulptur: ,Der Grevenbroicher Niederrheiner' - ein Werk unserer Künstlergruppe." Münchrath Das Dorf an der nördlichen Stadtgrenze von Grevenbroich, zwischen Erft und Schloss Hülchrath, ist der Ort, den Ursula Schachschneider aus ganzem Herzen und voller Überzeugung "Zuhause" nennt.

Nirgendwo in der Stadt, sagt sie, fühle sich das Leben so gut an wie dort. "Wenn ich mit meinem Hund in den Feldern spazieren gehe, tanke ich jedes Mal Inspiration." Und sie freue sich jetzt schon auf den Frühling, sagt sie. Denn: "Der Gilbach wurde renaturiert. Ich bin gespannt, wie sich das neue Bachufer entwickelt und welche Pflanzen und Tiere dort ansiedeln." Der Strategische Bahndamm ist eine 1904 begonnene, aber nie fertiggestellte Eisenbahnstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und der Südwestgrenze Deutschlands.

Der Teil zwischen Neuss und Rommerskirchen ist heute ein Fuß- und Reitweg und ein Bodendenkmal. An seinem nördlichen Ende liegt die Museumsinsel Hombroich. Für Ursula Schachschneider macht das die Strecke zu einem echten Tipp. St. Stephanus Elsen Genauso wie St. Stephanus in Elsen. "Diese Kirche habe ich erst vor knapp zwei Jahren durch ein Kunstprojekt entdeckt", sagt Schachschneider. "Meine Atelier-Kollegin Regine Günther und ich haben ein drei mal vier Meter großes Gemälde geschaffen, das jedes Jahr zur Weihnachtszeit aufgestellt wird.

Davon angesehen hat St. Stephanus wunderschöne bunte Glasfenster und tolle Kreuzwegbilder in Öl. Wirklich sehenswert!" Garten hinterm Alten Schloss Zum Schluss bleibt zu erwähnen: Ursula Schachschneider gibt auch Malkurse. Ihre Schüler führt sie am liebsten dorthin: in den Skulpturengarten hinter dem Alten Schloss. "Am Weiher wuselt es nur so von Fröschen und Enten", sagt sie. "Dieser Garten ist ein echtes Kleinod - mitten in der Stadt.

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Quelle: NGZ
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