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Albert-Einstein-Gymnasium
Musikalischer Aufstand von aufgeweckten Uhren

Neuss. Wecker Bobby (Julia Nofri) und sein Bruder, der Radiowecker namens Elvis (Olivia Franke) haben die Nase voll. Sie leben unter dem Diktat der "Superuhr" (Hanna Pfeiffer) und dem Mädchen (Mia d'Alquen), das sie morgens zum Aufstehen bringen sollen und das ihnen zum Dank auf den Kopf schlägt. Die beiden, solchermaßen "aufgeweckten" Brüder fliehen, proben den Aufstand und finden gleichgesinnte Uhren, denen das fehlende Gefühl für ihre eigene Zeit ebenfalls mächtig auf den Zeiger geht.

Schließlich finden alle eine Verbündete in der glitzernden Rita Rolex (Anika Maß), die die von der Superuhr gefangen gehaltene Spieluhr (Julia Hillebrand) befreit und somit für alle eine Zeitenwende einläutet: Alle Uhren singen übereinstimmend, dass ab sofort keine Zeit mehr für die Zeit haben werden, sich lieber ab und zu von der gemütlichen Sonnenuhr (Alma Froemer) und den Gefühlen, die die Musik der Spieluhr verkörpert, leiten lassen wollen.

Die Entschleunigung gewann am Ende die Oberhand im Musical "Ausgetickt", das die "Young singers" unter der Leitung von Ernst-J. Danz im gut gefüllten Albert-Einstein-Forum aufführten. Mit sehr phantasievollen Kostümen ließen die 24 Mitwirkenden beinahe alle Arten von Uhren lebendig werden. Das eigentlich ernste Thema wurde mit Wortakrobatik humorvoll transportiert.

Die Kuckucksuhr (Dina Przybille) hat natürlich einen Vogel, die Staubuhr (Frida Delling) macht sich einfach aus demselben, und die Taucheruhr (Hannah Lorenz) taucht endlich richtig auf, als sie sich in die Armbanduhr (Carina Kolodnizkaja) verliebt.

Stimmlich sicher vorgetragene Lieder und Tanzszenen wechselten mit Theatersequenzen ab. Immer wenn auf der Bühne umgebaut werden musste, kam auch die Stoppuhr (Melis Ödfidan) zum Einsatz. Sie durfte am Ende dann endlich all ihre Knöpfe wegwerfen.

Die Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache, die sich auch auf das Publikum übertrug. Am Ende gab es verdienten Applaus und Danz bestätigte, dass alle eine tolle Truppe seien und ihm die Einstudierung viel Spaß gemacht habe.

Elisabeth Keldenich

Quelle: NGZ
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