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Tus Hackenbroich
Nachwuchskicker in der Bayer 04-Fußballschule

Dormagen. Der Fußball-Kreisligist TuS Germania Hackenbroich und der Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen begegnen sich sportlich zwar nicht auf Augenhöhe, doch pflegen die beiden Vereine ein gutes Verhältnis zueinander. Das wurde schon in der Vergangenheit deutlich, als die Leverkusener 2003 zur Inbetriebnahme des Hackenbroicher Rasenplatzes als prominenter Freundschaftsspielgegner vorbeischauten. Und vor rund einem halben Jahr erkannte Bayer 04 seinen Ehrenamtspreis dem TuS für dessen vorbildliche Integrationsarbeit zu. 6000 Euro flossen dafür nach Hackenbroich, zudem gab es im Dezember vor der Partie der Leverkusener gegen den SC Freiburg eine Ehrung vor Bundesligakulisse. Jetzt verschaffte der Bundesligist dem TuS Germania ein weiteres Highlight, über das sich besonders die Nachwuchskicker im Verein freuten: Die Bayer 04-Fußballschule machte ein Wochenende lang Station auf dem Rasenplatz an der Hackhauser Straße.

Insgesamt 43 Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2003 bis 2010 hatten viel Freude während des professionellen Trainingswochenendes, berichtete der neue TuS-Vorsitzende André Heryschek, der kürzlich die Nachfolge von "Urgestein" Hans Sturm angetreten hat. Dabei sei einem hohen Spaßfaktor während der fünf Trainingseinheiten genauso viel Bedeutung beigemessen worden wie einer professionellen Betreuung auf und neben dem Platz. Der Bayer 04-Fanbus drehte zudem seine Runden durch den südlichsten Dormagener Stadtteil und lud die Eltern und Geschwisterkinder zu einer Sightseeing-Tour ein.

Nachdem die Kinder, die beim TuS oder bei einem Verein aus der näheren Umgebung kicken, alters- und leistungsgerecht eingeteilt worden waren, konnten die vier erfahrenen und ausgebildeten Bayer 04-Jugendtrainer ihr Hauptaugenmerk auf die Schulung von technischen und koordinativen Fähigkeiten wie Passspiel, Dribbling und Torschuss richten. "Gemeinschaftsbildende Gruppenspiele und ein tolles Rahmenprogramm führten dazu, dass die Kinder und Jugendlichen diesen Tag noch lange in Erinnerung behalten dürften. Alles in allem war es eine tolle Veranstaltung, angefangen bei den Rahmenbedingungen über die Stimmung bis hin zum Wetter", resümierte der Organisator von Bayer 04 Leverkusen, Christoph Binot, gemeinsam mit dem Fußballvorstand des TuS. Dessen Dank galt auch der Firma Ineos sowie dem Rotary Club Dormagen, die das ungewöhnliche Erlebnis für die Nachwuchsfußballer im Dormagener Süden erst möglich gemacht hatten. Bei den Hackenbroichern hat sich zuletzt viel getan, vor allem durch den Zuzug von Flüchtlingen. Kinder und Erwachsene haben sie in ihren Reihen aufgenommen und neue Mannschaften gebildet. Bei den sportlichen Angeboten für die Neulinge allein bleibt es nicht: Flankiert werden diese u.a. von Sprach- und Integrationskursen. Und weil von den Erfahrungen, die der TuS mit der Integrationsarbeit gesammelt hat, auch andere Vereine profitieren sollen, hatte er diese im Winter einer Fußballverbandsdelegation um Jürgen Kreyer (Vizepräsident des Fußballverbandes Niederrhein) und Dirk Gärtner (Fußball-Kreisvorsitzender) vorgestellt, die die Erkenntnisse weitergeben wollen. Stefan Schneider

Quelle: NGZ
 
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