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H. Quirinus C. Greiwe
Neusser in Niederösterreich zum Diakon geweiht

Neuss. Den 23. Oktober, einen Sonntag, hat sich Günter Krings im Terminkalender geblockt. Dann wird sein ehemaliger Büroleiter Carsten Greiwe in der Neusser Pfarrkirche St. Marien seine Heimatprimiz feiern. Da will der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Mönchengladbach nicht fehlen. "Ich bin stolz auf ihn", sagt Krings, Staatssekretär im Innenministerium von Thomas de Maiziére, "mit Carsten hat die Politik einen klugen Kopf verloren und die katholische Kirche hat ihn gewonnen." Der Kontakt zu Greiwe, den er sehr schätze, sei nie abgebrochen. Er habe ihn bereits einige Male in Österreich besucht. Zur Diakonweihe habe er aber leider nicht anreisen können, sondern habe nur schriftlich gratulieren können.

Auf dem Weg zur Priesterweihe und zur anschließenden Heimatprimiz hat Carsten Greiwe, der heute als Augustiner-Chorherr in Österreich lebt und den Namen Quirinus angenommen hat, einen wichtigen Schritt getan: Er wurde vom Weihbischof des Bistums St. Pölten, Anton Leichtfried, in der Pfarrkirche von St. Paul im niederösterreichischen Krems zum Diakon geweiht. Zu den Zelebranten gehörte auch Msgr. Wilfried Korfmacher, der eigens aus Neuss angereist war, um die Diakonweihe seines Pfarrkindes mitzugestalten und mitzufeiern. Mehr als 300 Gläubige gaben der zwei Stunden dauernde Messe einen festlichen Rahmen, der sich ein emotionaler Empfang im Pfarrzentrum anschloss. Dabei wurde deutlich: Der Neusser, der jetzt den Namen des Stadt- und Pfarrpatrons trägt, ist in Österreich und in der Berufung zum geistlichen Beruf angekommen. Vor zehn Jahren ging Greiwe vom Niederrhein nach Österreich, wo er bei den Augustiner Chorherren in Herzogenburg eine neue Heimat gefunden hat. Er ließ politisches Wirken als Stadtverordneter hinter sich; ebenso journalistische Arbeit, die er als Volontär in der NGZ-Redaktion gelernt hatte. Nach erfolgreichem Theologiestudium leistet er noch bis August sein Pastoraljahr in der Pfarre Krems-St. Paul ab, wo zu seinen Vorgängern als Praktikant auch der heutige Weihbischof Anton Leichtfried zählt. Ludger Baten

Quelle: NGZ
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