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Reservistenkameradschaft Dormagen
Reservisten reinigen Ehrenfriedhof Knechtsteden

Reservistenkameradschaft Dormagen: Reservisten reinigen Ehrenfriedhof Knechtsteden
Mitglieder der Reservistenkameradschaft Dormagen sowie Bewohner und Betreuer des "Hauses der Lebenshilfe" reinigten den Ehrenfriedhof Knechtsteden. Bürgermeister Erik Lierenfeld bedankte sich bei den freiwilligen Helfern. FOTO: RK Dormagen
Dormagen. Ende der Sommerferien trafen sich zahlreiche Mitglieder der Reservistenkameradschaft (RK) mit einer Gruppe der Bewohner vom "Haus der Lebenshilfe" und ihren Betreuern, um gemeinsam den Ehrenfriedhof auf dem Gelände des Klosters Knechtsteden zu reinigen. Hatte es das Gräberfeld, der "dritte Abschnitt", auf dem 157 Tote aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Kriegs-Lazarett in Knechtsteden gestorben und beerdigt worden sind, doch bitter nötig, erklärte Erik Heinen, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Dormagen.

Bei einem Rundgang mit unserer Redaktion hatte Pater Hermann-Josef Reetz vor drei Jahren erläutert: "Da es ein Spezial-Lazarett für Hirnverletzte war, sind viele Patienten vor und nach der Operation gestorben." Eine Ausnahme habe es gegeben: Ein Jagdflieger, der angeschossen über Butzheim abstürzte, wurde auch in Knechtsteden beerdigt.

Gut 30 "Hobbygärtner" trafen sich jetzt am Reinigungstag bereits früh morgens, um die beinahe zugewachsenen Grabkreuze des Ehrenfriedhofs von Gras, Unkraut und Moosbewuchs zu befreien. Wuchernde Heckenbegrenzungen wurden ebenso wie herabhängende Äste bei- bzw. abgeschnitten und das große steinerne Relief des St. Michael von Grünspann befreit. Mehrere Hochdruckreiniger halfen dabei.

Bürgermeister Erik Lierenfeld, der zu einer Stippvisite am Morgen erschien, dankte den Helfern für ihren freiwilligen Einsatz. Nach getaner Arbeit konnten sich alle Helfer an einer kräftigen Erbsensuppe, die die Kameraden der Feuerwehr vom Löschzug Nievenheim gekocht hatten, wieder stärken. "Sicherlich wird ein weiterer Arbeitseinsatz erforderlich sein, um das grob Geschnittene noch zu verfeinern", so Heinen. Trotz der schweißtreibenden Tätigkeit sei die Zusammenarbeit jedoch hervorragend und die Stimmung großartig gewesen. Das soll sich ebenfalls wiederholen.

Auf dem "dreifachen Friedhof" ruhen die Spiritaner-Patres und -Brüder, die seit 1895 in Knechtsteden gestorben sind, seitdem die Missionsgemeinschaft vom Heiligen Geist in Knechtsteden wirkt. Die zweite Sektion ist das große Kreuz im Osten des Friedhofes, das an die vielen Missionare erinnert, die in der Ferne begraben sind, aber auch an die in den Weltkriegen gefallenen deutschen Spiritaner. Der dritte Abschnitt ist der Soldatenfriedhof, der einzige der drei Sektionen des Friedhofs des Klosters Knechtsteden, der nicht mehr wächst. cw-

Quelle: NGZ
 
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