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Fackelbau-Richtfest
Schützenkönig lobt Ideenreichtum der Grenadiere

Neuss. Tschüss Herbert!" Mit einer Zigarette als Raketen-Abschussrampe verabschiedet der Grenadier-Fahnenzug 1960 Bürgermeister Herbert Napp aus dem Amt. Solche rekelnden Großfackeln machen den Charme des Fackelzuges beim Neusser Schützenfest aus. Der "Vesuv von Neuss" war und ist als Erster Bürger der Stadt stets ein lohnendes Ziel des liebevollen Spotts der Neusser Schützen. Beim Fackelrichtfest der Grenadiere gewann Schützenkönig Markus Reipen die Überzeugung, "dass sich die Neusser auf einen tollen Fackelzug am Samstag freuen dürfen".

"Es darf keine Beleidigungen geben", stellt Michael Gräff klar. Der Grenadier-Hauptmann ist der erste Verantwortliche für den Fackelbau in seinem Korps. Gegen die guten Sitten dürfe auch nicht verstoßen werden. Gräff: "Ein ganz heißes Thema ist Werbung." Auch die sei nicht erlaubt. Schließlich achtet der 54-Jährige auch auf die politische Neutralität des Korps. Doch an sich gelte: "Es ist alles erlaubt." Bereits im Frühjahr hat Gräff einen ungefähren Überblick über die geplanten Großfackeln der Grenadiere. Grenadier-Bauplatz ist die Zietzschmann-Halle an der Düsseldorfer Straße. "Wir haben dort 40 Stellplätze. In diesem Jahr marschieren wir mit 36 Großfackeln auf", berichtet der Hauptmann. Den Rekord mit 41 Fackeln stellten die Grenadiere im Königsjahr von Gräffs Amtsvorgänger Rainer Halm 2011 auf. Seit 1996 ist Michael Gräff Oberleutnant des Traditionszuges "Santa Lucia". Zum vierten Mal wird er im Grenadierkorps als Hauptmann agieren. Natürlich ist sein Zug mit einer Großfackel vertreten. Das ist Ehrensache. Das Thema befasst sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Schützen, den stets vorhandenen Durst zu löschen. Drei bis vier Zugkameraden arbeiten regelmäßig an der Großfackel. "Bei Bedarf können wir aber fünf, sechs weitere Helfer organisieren", sagt Gräff. Technisches und künstlerisches Talent müssen im Zug vorhanden sein, sonst fällt der Bau schwer. Ein großes Thema ist die Sicherheit. "Einmal im Jahr inspizieren Oberst und Komitee die Fackelbauhalle, um nach dem Rechten zu sehen." Dann gehe es, so Gräff, um Fluchtwege oder Feuerlöscher. Doch seien die Herren mit der Halle stets zufrieden. Auch der Ab- und Rücktransport der Großfackeln über Düsseldorfer- und Batteriestraße sei heikel. "Das geht nur mit Polizeischutz und Warnwesten", sagt Gräff.

Quelle: NGZ
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