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Ikea-Umzug
Schweden stellen Pläne vor +++ Luxus-Brücke sorgt für Spott

Neuss. 1979 wurde Ikea-Kaarst an der Düsselstraße gebaut. Jetzt steht definitiv fest: Die mittlerweile kleinste Filiale (9300 Quadratmeter Verkaufsfläche) Deutschlands zieht um - in das nachhaltigste schwedische Möbelhaus, das die Welt je gesehen hat.

Ökologie, Ökonomie und Soziales: Auf diesen drei Säulen basiert der sogenannte "More Sustainable Store", den Ikea seit rund zwei Jahren im neuen Gewerbegebiet "Kaarster Kreuz" plant. Mitte November werden erstmals die konkreten Pläne öffentlich vorgestellt. 100 Millionen Euro investiert der multinationale Einrichtungskonzern in das einzigartige Testhaus, das, so die Planer, das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachtet und in allen Bereichen optimiert. Wie in einer Art Baukastenprinzip sollen einzelne Elemente des "Sustainable Store" künftig auf neue Ikea-Einrichtungshäuser übertragen werden, also über die Grenzen von Kaarst und Deutschland hinaus. So spart allein das geplante Blockheizkraftwerk zum Heißen und Kühlen mehr als 500 Tonnen Kohlendioxid ein.

Anfang 2016 will Ikea mit dem Bau beginnen, die Eröffnung ist für den Sommer 2017 geplant. Der Bauantrag ist gestellt, Anfang des Jahres soll die Baugenehmigung vorliegen. Bereits in vollem Gang sind die Arbeiten für die Erschließungsstraße K 37n. Bürgermeister Franz-Josef Moormann, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Ikea-Niederlassungsleiter Detlef Boje setzen im Mai gemeinsam den ersten Spatenstich. Die 150.000 Euro teure Aussichtsplattform der geplanten Ohrenbrücke, die künftig den Verkehr zum neuen Ikea-Haus aus Holzbüttgen heraushalten soll, sorgt derweil für Spott. Das Bauwerk hat es ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes und in die RTL-Sendung "Mario Barth deckt auf"geschafft.

Quelle: NGZ
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