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Prinzenmahl
Stadt soll Neusser Karneval zur Marke machen

Prinzenmahl: Stadt soll Neusser Karneval zur Marke machen
Der Neusser Karnevalsprinz Dieter IV. empfing zusammen mit seiner Novesia Heike II. Vertreter von Stadt, Kreis, Vereinen und Medien zum Prinzenmahl in der Hofburg des Prinzenpaares, dem Dorinthotel. FOTO: Woitschützke
Neuss. Nur noch vier Monate wird Jakob Beyen im Amt sein, doch auch nach zehn Jahren als Präsident des Karnevalsausschusses hat er noch Pläne: Das Neusser Stadtmarketing solle endlich auch den Karneval in den Fokus rücken, sagte er gestern beim Prinzenmahl im Dorinthotel. "Es wird eine meiner letzten Amtshandlungen sein, Sie darauf zu trimmen, dieses bedeutende Kulturgut mehr zu bewerben", sagte Beyen in Richtung der Vertreter von Neuss Marketing.

Beim Prinzenmahl kamen neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung, darunter Bürgermeister und Schirmherr Reiner Breuer, und Karnevalisten wie das Mönchengladbacher Prinzenpaar und das Neusser Kinderprinzenpaar vor allem die Sponsoren des Neusser Karnevals zusammen.

Ihnen dankten Prinz Dieter IV. und Novesia Heike II. für die Unterstützung mit einem Dreigängemenü aus Bärlauchcremesüppchen, Rinderbraten auf Kartoffelpüree und Pilzen und Applecrumble mit Minze-Beerengarnitur.

Als Gast sprach Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der über den 30-Millionen-Euro-Überschuss der Stadt Neuss witzelte: "Wenn morgen die politische Macht an die Karnevalisten abgegeben wird", sagte er mit Blick auf den traditionellen Rathaussturm, "dann könnten die ja entscheiden, jeden Schein einzeln am Kappessonntag statt Kamelle unter die Leute zu bringen."

Zwischen den Gängen sang der Nüsser Jung alias Markus Titschnegg das diesjährige Mottolied ("De Kappes mit de Pappnas hät Fastelovend im Blot"). Der aus Köln angereiste Thomas Cüpper brachte als Et Klimpermännche fast in Willi-Ostermann-Manier mit Anekdoten in Kölscher Mundart und Krätzche den Saal zum Schmunzeln und zum Mitsingen. Noch vor dem Dessert ließ Jörg Schulte vom Dorinthotel einige künstlerisch eher fragwürdige Bilder versteigern, die die Prinzenpaare aus Neuss, Mönchengladbach und Düsseldorf im Januar unter Zeitdruck bei Veranstaltungen im Hotel malen mussten. Für die vier gerahmten Strichzeichnungen kamen gut 280 Euro zusammen, die in den Spendentopf von Novesia Heike flossen. In dieser Session sammelt die Novesia Spenden für die Tierarztkosten im Tierheim in Bettikum. Milena Reimann

Quelle: NGZ
 
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