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Konzert
Tobias Lessnow und Furiopolis wollen doch bloß spielen

Konzert: Tobias Lessnow und Furiopolis wollen doch bloß spielen
Tobias Lessnow ist Dornröschens Wecker und verjazzt gerne Volkslieder. FOTO: T. Lessnow
Grevenbroich. Wer weiß, wie es funktioniert, nimmt Melodien und Rhythmen, um sie auf die ihm gegebene Weise zu interpretieren. Tobias Lessnow, studierter Musiker, Schlagzeuger und Mitglied des Musikerkollektivs Furiopolis, geht bevorzugt zu musikalischen Wurzeln. Nachdem er so traditionelle Volkslieder in ungeahnte Klangsphären geführt hat, widmet er sich nun mit Saxofonisten Jan Klare, Trompeter Markus Türk, Pianist Manfred Heinen und Nils Imhorst am Bass Weihnachtsliedern.

Die liebt er, wegen der ihnen innewohnenden Melancholie. Aber: "Das klingt ja teilweise ziemlich öde", sagt der 47-Jährige. "Und deshalb verjazzen wir sie." Zu hören ist das Musikerkollektiv Furiopolis morgen, 29. November, ab 20 Uhr in der Villa Erckens. Mit Spaß und Lust, vor allem aber mit der nötigen Portion Können, widmet sich Tobias Lessnow alten Notenwerken und nennt sie dann "Dornröschenwecker" oder "Wildweihnachtsfahrt". "Musik ist organisierter Lärm und war schon immer toll", erinnert sich der Wahl-Grevenbroicher an seine eigenen Anfänge.

Zweijährig entdeckte Tobias Lessnow Bob Dylan, Cat Stevens und Simon & Garfunkel für sich und mischte in der musikalischen Früherziehung am Glockenspiel kräftig mit. "Kein Talent!", befanden allerdings die Herrschaften dort, was ihn zum Blockflötenunterricht brachte. "Zu langweilig", winkte Klein-Tobi ab und entdeckte Trommeln für sich. Anstelle der ersehnten Marschtrommel bekam er dann von der Patentante aber bloß eine "öde Gymnastiktrommel".

Weil er aber, wie Grace Jones sang, ein "Slave to the Rhythm (Sklave des Rhythmus')" ist, blieb er dran. "Musik gibt Einblicke in die Seele", mit ihr lässt sich ausdrücken, "wie ich die Welt sehe", erklärt Tobias Lessnow.

Quelle: NGZ
 
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