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Theresienheim
Töpferkreis geht mit Abendmahlskelchen "in Serie"

Neuss. Wenn der Brennofen im Bastelkeller unter der evangelischen Auferstehungskirche seine Arbeit tut, riecht man das im ganzen Gemeindezentrum. Für Pfarrer Dirk Thamm ist das ein schöner Duft, denn viel zu lange blieb der Ofen kalt und ungenutzt. Nun hat sich um Elke Förster und Andrea Steinhauer eine kleine Gruppe etabliert, die immer montags ab 18 Uhr im Keller an der Gohrer Straße töpfert. Neben Kunst- und Dekostücken wurde jetzt auch eine erste "Serienproduktion" abgeschlossen. Auf Thamms Bitte fertigten die Frauen 40 Abendmahlskelche an, die gestern beim Gottesdienst im Caritashaus St. Theresienheim erstmals benutzt werden konnten.

Zweimal im Monat ist der evangelische Geistliche von der Heimleiterin Eva Szynaka eingeladen, im katholischen Altenheim einen Gottesdienst abzuhalten. Lange nahm er zur Abendmahlsfeier Kelche aus Edelstahl mit in das Haus, doch die gingen irgendwie verloren. Fortan behalf man sich mit Weingläsern, doch die waren Thamm ein Graus, der sich deshalb an den Töpferkreis Weckhoven um Hilfe wandte. Dessen Mitglieder nahmen an einem Schnapspinnchen Maß, berichtet Thamm, und schufen so Gefäße, die alte Menschen gut greifen können.

Aktuell gehören dem Töpferkreis zehn Frauen und ein Mann an. Doch die Gruppe ist offen und jeder Interessierte zur Mitarbeit herzlich eingeladen. Denn die Arbeiten, die zum Teil in einer eigenen Vitrine im Gemeindezentrum ausgestellt werden, werden nicht nur zum Verkauf beim Gemeindefest angefertigt, sondern auch zur eigenen Freude.

Thamm selbst töpfert auch. Eine Teekanne, die er für seine Frau machte, dient aber nur der Dekoration. "Die Kanne ist undicht", sagt er. Was man von den neuen Abendmahlskelchen - Gottlob - nicht sagen kann. Christoph Kleinau

Quelle: NGZ
 
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