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Kreuz-Stele
Über 500 Dormagener bei Kirchenaktion

Dormagen. Die Idee der Pfarre St. Michael, am Sonntag beim Michaelismarkt eine Kreuz-Stele aus Beton gießen und mit Gedanken und Gebeten versehen zu lassen, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Mehr als 500 Dormagener hätten sich tatkräftig an der Aktion beteiligt, berichtete Diakon Ronald Brings unserer Redaktion. Hintergrund war das von Papst Franziskus ausgerufene "Jahr der Barmherzigkeit", zu dem die Pfarre ein Zeichen habe setzen wollen, wie Pfarrer Peter Stelten zuvor gesagt hatte. Die Stele benennt die Kernaussagen zu den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten.

"Auf dem Vorplatz von St. Michael hatten Interessierte aus allen Altersgruppen sichtbar Freude daran, an diesem ,Stein der Barmherzigkeit' aktiv mitzuwirken", schilderte Diakon Brings das muntere Treiben. Sie hätten das, was sie bewegt, auf Zettel geschrieben, die in einer "Zeitkapsel" im Inneren der Kreuz-Stele gesammelt wurden. An der eigentlichen Entstehung der Stele hätten sich die Gläubigen beteiligt, indem sie selbst Beton mit einer Kelle in die vorbereitete Schalungsform gespachtelt hätten. "Sehr großen Anklang fanden auch die Miniatur-Ausgaben der Stele aus Holz, die Groß und Klein als Erinnerung vor Ort mit einer Kreuz-Prägung versehen konnten", so Brings.

Die große Stele ist 1,60 Meter hoch, wiegt rund eine Tonne und war ein besonderer Blickfang auf der Kölner Straße. "Wir sind sehr froh darüber, dass so viele Menschen zu uns gekommen sind, um im 'Jahr der Barmherzigkeit' in Dormagen ein sichtbares und bleibendes Zeichen zu setzen", sagte Pfarrer Peter Stelten: "Wir werden jetzt einen geeigneten Standort für dieses - im wahrsten Sinne des Wortes - 'Denk-Mal' suchen, an dem wir möglichst viele Menschen erreichen können, die in unserem hektischen Alltag einen Moment innehalten wollen."

Ursprünglich sollte die Stele in Zons vor der Südseite der Burg Friedestrom ihren festen Platz finden. Damit waren verschiedene örtliche Vereine nicht einverstanden gewesen, darunter der Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons und der Heimat- und Verkehrsverein. Der Kirchenvorstand hatte diese Einwände ernstgenommen und war von seinem Plan abgerückt. Der Antrag zur Burg Friedestrom war Anfang des Monats zurückgezogen worden. ssc

Quelle: NGZ
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