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Tradition
Wehr, DLRG und Nikolaus bescheren Rheinschiffer

Tradition: Wehr, DLRG und Nikolaus bescheren Rheinschiffer
Wegen heftigen Schneefalls mussten Feuerwehr, DLRG und "Nikolaus" Michael Fischer die Bescherung der Rheinschiffer diesmal vom Land aus erledigen. Doch am Sonntag soll es einen zweiten Anlauf geben. FOTO: DLRG
Dormagen. Schon seit 17 Jahren gehört es zur Tradition bei der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen, dass der Heilige Nikolaus mithilfe des Feuerwehrbootes des Löschzuges Zons die Rheinschiffer und ihre Familien besucht. Aufgrund des starken Schneefalls, der schlechten Sicht und der hohen Wellen auf dem Rhein musste die Aktion diesmal allerdings abgebrochen werden. Ursprünglich war es geplant, dass der Löschzug unter der Leitung von Axel Hesseln seine besondere Bescherung auf dem Wasser am Mittag startet. "Die Wetterlage ist uns heute aber viel zu heikel, da wir das Boot nicht ins Wasser kriegen", erklärte Mathias Mausbach von der Freiwilligen Feuerwehr.

Der Brauch, dass sich der Nikolaus in der Nacht auf den sechsten Dezember in die Häuser schleicht und den Kindern Süßigkeiten in die Schuhe steckt, ist nahezu jedem bekannt. Doch Nikolaus erfüllt noch eine weitere wichtige Aufgabe: Er gilt als der Schutzpatron der Schiffer und Fährleute. Die Feuerwehr der Stadt Dormagen hat es sich daher zur Gewohnheit gemacht, jeweils am Sonntag nach dem Patronatsfest des Heiligen Nikolaus von Myra die Rheinschiffer aufzusuchen.

An diesem verschneiten Tage lief indes alles anders als erwartet. Aber einen Besuch konnte der Nikolaus, in dessen rotem Mantel der Feuerwehrmann Michael Fischer steckte, doch erledigen: Er schaute bei dem Kapitän und den beiden Besatzungsmitgliedern auf der Zonser Fähre vorbei, denn die gehören natürlich auch zu den Rheinschiffern. Die Fähre besitzt den wesentlichen Vorteil, dass sie auch vom Land aus zugänglich ist - wenn sie angelegt hat und auf die nächsten Fahrgäste wartet. "Wir haben der Besatzung eine Überraschungstüte, unter anderem mit einem Weckmann, überreicht und ihr ein frohes Weihnachtsfest gewünscht", erzählt Mausbach. Gespendet wurden die Gaben für die Überraschungstüte von dem Hit-Marktleiter Thomas Dümmer sowie vom Rewe-Markt Zons und von der Bäckerei May in Straberg.

Normalerweise besucht der Nikolaus wesentlich mehr Schiffer. In den vergangenen Jahren funktionierte die Aktion immer gut und stellte sich als tolle Sache heraus. "Gerade die Kinder freuen sich meist sehr, da sie oft unterwegs sind", sagt Mausbach. Da der Nikolausbesuch eine Herzensangelegenheit des Löschzuges Zons ist, soll es einen zweiten Anlauf geben. Wenn das Wetter mitspielt, wird die Feuerwehr am Sonntag erneut versuchen, die Rheinschiffer zu bescheren und ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen. Carolin Eckel

Quelle: NGZ
 
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