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Rhein-Kreis Neuss
Tischler-Innung spricht 26 junge Handwerker los

Rhein-Kreis Neuss: Tischler-Innung spricht 26 junge Handwerker los
Die jungen Tischler wurden in den Gesellenstand erhoben und ernteten viel Lob für ihre Gesellenstücke. FOTO: Kreishandwerkerschaft
Rhein-Kreis Neuss. Bei der Lossprechungsfeier wurde auch der Sieger des Designwettbewerbs "Die gute Form" ausgezeichnet.

Die Tischler-Innung im Rhein-Kreis Neuss hat 26 junge Handwerker in den Gesellenstand erhoben. Bei der feierlichen Lossprechung wurde neben dem Jahresbesten auch der Sieger des Design-Wettbewerbs "Die gute Form" geehrt. Für ihr Gesellenstück hatten die Handwerker 100 Arbeitsstunden Zeit. "Gerade genug", sagt Andrej Artamonow, der im Rahmen dieser Vorgabe sein Gesellenstück von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Möbel herstellen musste. Am letzten Tag nahm er sogar den älteren seiner beiden Söhne (vier und ein Jahr alt) in die Werkstatt mit. Er durfte seinem Vater beim "großen Finale" helfen und Werkzeuge anreichen, während Artamonow seinen Dielenschrank fertigstellte.

Der Enddreißiger, der bereits seit Jahren ein kleines Unternehmen betreibt, hatte nicht damit gerechnet, nun als Bester des Tischler-Jahrgangs abzuschneiden. Der Familienvater kam vor mehr als 20 Jahren aus Kirgisistan nach Deutschland und gründete als Allround-Handwerker eine berufliche Existenz.

Jetzt wollte er endlich seine Arbeit auf "ganz solide Füße" stellen. Bei der SBH West GmbH in Neuss absolvierte er eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung. Unterstützung und Ansporn fand er bei seiner Frau, die ihm stets Kraft gab. Dafür dankte er ihr bei der Lossprechung.

Klaus Harder, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, würdigte die besondere Leistung, als er im Kreishaus die Zeugnisse aushändigte. Landrat und Hausherr Hans-Jürgen Petrauschke betonte in seinen Grußworten, dass sich keiner der jungen Handwerksgesellen Sorgen um Arbeit und Beschäftigung in der Zukunft machen müsse. Vom Können der jungen Tischler ist auch Uwe Köhler, Obermeister der Tischler-Innung, überzeugt. "Ihre Gesellenstücke sind handwerkliche Kunstwerke", lobte er die Arbeitsergebnisse der Tischler, die gleichzeitig am Design-Wettbewerb "Die gute Form" teilnahmen. Dabei räumte Michael Bergmann (36), der seinen Ausbildungsplatz bei Andreas Böhmer in Düsseldorf gefunden hatte, mit einer Anrichte im Retro-Design den ersten Platz ab. Katharina Leinweber (Schreinerei Stefan Pastohr, Meerbusch) belegte den zweiten und Holger Kohlen (Wohnmanufaktur Zimmermann, Kaarst) den dritten Platz. Belobigungen gab es für Maximilian Klohr (Klinkhammer GmbH, Meerbusch), Marius Löwenkamp (Tischlerei Päfgen, Dormagen) und Julian Kindlein (Wulf Gehring + Alexander Jarc GbR, Korschenbroich).

Quelle: NGZ
 
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