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Rhein-Kreis Neuss
Unternehmensberater speziell für Zahnärzte

Rhein-Kreis Neuss. Die Dormagener Unternehmensberatung Synchrodent hat sich auf den Dentalmarkt spezialisiert: Beraten werden ausschließlich Zahnärzte. Von Stefan Reinelt

Yvonne Kasperek geht gerne zum Zahnarzt – jedenfalls aus beruflichen Gründen. Denn die Unternehmensberaterin hat sich mit ihrer Arbeit auf diese Berufsgruppe spezialisiert, eines ihrer Anliegen ist es, dafür zu sorgen, dass sich die Patienten in den Praxen wohlfühlen. Das Qualitätsmanagement ihrer Firma Synchrodent wurde jetzt von der Dekra offiziell zertifiziert.

Die Spezialisierung auf Zahnärzte liegt in der Biografie von Yvonne Kasperek. Als Zahnarzttochter wollte sie zunächst in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Nach der Ausbildung zur Zahnarzthelferin entschied sie sich aber gegen ein anschließendes Studium. "Meine Leidenschaft gehörte schon während der Lehre mehr der Organisation der Praxis", sagt sie. Nach einem Ausflug in die Kindermode mit einem eigenen Fachgeschäft gab sie als Referentin Seminare für Abrechnung, Rhetorik und Körpersprache.

Die Teilnehmer seien zwar immer hochmotiviert aus den Kursen gegangen, aber kurze Zeit später wieder in alte Gewohnheiten verfallen. "Ich wollte wissen, warum das im Alltag nicht funktioniert", erzählt Kasperek. 1997 gründete sie in Dormagen ihre Firma Synchrodent, heute eine der deutschlandweit führenden Unternehmensberatungen des dentalen Markts mit acht Angestellten.

Neben der allgemeinen betriebswirtschaftlichen Führung einer Praxis gilt ein besonderer Schwerpunkt den Serviceleistungen. Ihren Neukunden gibt Kasparek mit einem eigenen Praxisspiegel die erforderlichen Standards der Räumlichkeiten vor: In das Wartezimmer gehören ein Getränkeangebot, Lesebrillen und ein modernes Unterhaltungsprogramm für Kinder, in den Toiletten werden Haken für Jacken und Taschen sowie ein Wickeltisch erwartet, im Behandlungszimmer mindestens das Angebot von Musik. Mit Innenausstattern bespricht sie neue Tapeten und Möbel für eine wohnlichere Atmosphäre.

Der richtige Umgang mit dem Patienten beginnt bereits am Empfang. "Häufig wird er beim Betreten der Praxis erst einmal nicht beachtet", sagt Kasperek. Die Wartezeit bis zur Behandlung sollte nicht mehr als zehn Minuten betragen, aber auch nicht weniger. "Die Leute möchten einen Artikel in der Zeitung zu Ende lesen, sonst sind sie unzufrieden", sagt die Beraterin.

Zur Qualitätskontrolle schickt Synchrodent einmal im Jahr einen Undercover-Patienten in die Praxis. Ärzten und Mitarbeitern bietet die Unternehmensberatung Seminare zum Sozialverhalten, Teambildung, Finanzen und natürlich zu zahnmedizinischen Themen an. Jeden Monat lässt Synchrodent von seinen Kunden einen Fragebogen zum Qualitätsmanagement beantworten. "Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Praxisumgebung für die Patienten angenehmer und die Arbeit der Zahnärzte verbessert wird", sagt Kasparek.

Quelle: NGZ
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