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Rhein-Kreis Neuss
US-Wahl beeinflusst Wirtschaft im Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss: US-Wahl beeinflusst Wirtschaft im Rhein-Kreis
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Rhein-Kreis Neuss. Die Kreiswirtschaftsförderung plant für den 25. Oktober einen Themenabend zur US-Wahl. Experten sollen aufzeigen, welche Folgen der Ausgang der Wahl auf die Wirtschaftsbeziehungen hat. Von Andreas Buchbauer

Der Zweikampf geht auf die Zielgerade. Auf der einen Seite Donald Trump (70), der Kandidat der Republikaner, den das Adjektiv "umstritten" schon fast mit einem Euphemismus beschreibt. Auf der anderen Seite: Hillary Clinton (68), die als ehemalige First Lady zwar das Leben im Weißen Haus kennt - aber ebenfalls umstritten ist. Wie ein Schatten lastet auf ihr die E-Mail-Affäre aus ihrer Zeit als Außenministerin ebenso wie der Whitewater-Skandal aus der Zeit, als Bill Clinton Gouverneur von Arkansas war. Die US-Amerikaner haben am 8. November keine einfache Wahl, wenn sie den 45. Präsidenten der USA wählen. Aber große Politik wirkt bis ins vermeintlich Entfernte: Was die Wahl für die Wirtschaftsbeziehungen bedeutet, möchte die Kreiswirtschaftsförderung mit einem Themenabend am 25. Oktober aufzeigen.

Als Partner sind der Außenhandelsverband NRW, die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Neuss und die Sparkasse Neuss dabei. Ab 18 Uhr sollen im Forum der Sparkasse mögliche Folgen der Wahl diskutiert werden. Dabei geht es zunächst um den Status quo der transatlantischen Beziehungen. "Zur Einführung wird US-Generalkonsul Michael R. Keller einen grundsätzlichen Überblick über die Beziehungen zwischen den USA und Europa geben", sagt Benjamin Josephs von der Kreiswirtschaftsförderung. Im Anschluss wird sich Markus Feldenkirchen, der anderthalb Jahre als Korrespondent für den "Spiegel" in Washington arbeitete, in einem Impulsreferat mit den potenziellen Nachfolgern von Obama und den Herausforderungen, die sich ihnen stellen, beschäftigen. Dabei geht es auch um ihre Wirtschaftsprogramme. Zum Abschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant. "Daran werden Frank Sportolari, Generalbevollmächtigter UPS Deutschland, und Axel Hebmüller von der SRS Technik GmbH dabei sein", sagt Josephs.

Die USA sind für die Wirtschaft in der Region ein wichtiger Exportmarkt. "Sie sind neben China der einzige nichteuropäische Markt in den Top 20 der Abnehmerländer", erklärt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. "Für die Unternehmen am Niederrhein, die die USA heute noch nicht beliefern, sind sie laut einer Befragung nach China der wichtigste Zukunftsmarkt."

Zudem sind die USA ein wichtiger Investor und Arbeitgeber. Mehr als 100 Unternehmen mit amerikanischer Kapitalbeteiligung haben ihren Sitz am Mittleren Niederrhein - darunter zum Beispiel 3M, UPS, Johnson & Johnson, Xerox und Goodrich. "Insgesamt gehören die USA zu den Top 3-Investoren am Niederrhein", betont Steinmetz. Wegen der großen Bedeutung der USA für die Wirtschaft sei es wichtig, die Rahmenbedingungen für bilateralen Handel zu verbessern. "Dazu gehört der Abbau von Zöllen und vor allem der nichttarifären Hemmnisse wie unterschiedliche Normen und Standards", erklärt Steinmetz. Das will auch das TTIP-Abkommen.

Quelle: NGZ
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