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Hier wird nächste Woche im Rhein-Kreis gestreikt

Verdi-Streik: Hier wird nächste Woche im Rhein-Kreis Neuss gestreikt
FOTO: dpa, cdt hpl olg jol
Rhein-Kreis. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für nächste Woche Dienstag und Mittwoch zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zum Streik aufgerufen. Auch im Rhein-Kreis Neuss wird gestreikt.

Im Rhein-Kreis ruft Verdi zu Streiks in mehreren Städten aus. So werden in NeussKorschenbroichMeerbusch und Rommerskirchen jeweils am Dienstag, 26. April, die Stadtverwaltungen bestreikt. In Neuss sollen laut Verdi außerdem die Mitarbeiter der Stadtwerke dazu aufgerufen sein, ihre Arbeit niederzulegen. Das könnte auch zu Ausfällen im Öffentlichen Personennahverkehr führen. Der Geschäftsführung der Stadtwerke sei von einem geplanten Streik allerdings bis Freitagmittag noch nichts bekannt, sagte Sprecher Jürgen Scheer unserer Redaktion.

Streiks in Kitas

Am Mittwoch wird in einigen Kindertagesstätten im Rhein-Kreis gestreikt, darunter auch die ehemals städtischen Kitas in Neuss, die heute unter dem Dach der Lukita arbeiten. Vier Kitas sollen geöffnet sein, und zwar die Einrichtungen am Obertor, am Wasserturm, Sternschnuppe und Pusteblume. In den anderen Einrichtungen sollen Notgruppen eingerichtet werden.

In Kaarst sind zwei städtische Kitas von den Streiks betroffen, die Kita an der Bussardstraße und die an der Büdericher Straße. Dort wird am Mittwoch, 27. April, gestreikt. Notgruppen werden nicht eingerichtet, da es sich nur um eine eintägige Aktion handele, heißt es vonseiten der Stadt Kaarst. Die Eltern sollen direkt von der Kitaleitung informiert werden.

In Grevenbroich wird ebenfalls am Mittwoch in den städtischen Kitas gestreikt. Betroffen sind unter anderem das Familienzentrum in Frimmersdorf, das Familienzentrum Hartmannweg und die Tageseinrichtung für Kinder in Neurath. Weitere Informationen gibt es hier.

Hintergrund des Streiks ist die Tarifauseinandersetzung für die 2,14 Millionen Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften verlangen sechs Prozent mehr Lohn. Geboten hatten die Arbeitgeber drei Prozent - allerdings gestaffelt für zwei Jahre. Zudem verlangen die kommunalen Arbeitgeberverbände eine Umstellung der betrieblichen Altersversorgung. Sie sorgen sich, dass sie wegen des niedrigen Zinsniveaus Probleme bekommen, die garantierten Auszahlungssummen bereitzustellen. Stattdessen sollen künftig nur noch die gezahlten Beiträge garantiert werden. Die Gewerkschaft Verdi lehnt dies ab.

(lsa)
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