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Rhein-Kreis Neuss
Weihnachtliche Klänge verzaubern Schloss Dyck

Rhein-Kreis Neuss. Ein prächtig illuminiertes Schloss Dyck mit ebenfalls leuchtenden Tannengirlanden an den Torbögen stimmten an zwei Abenden die Besucher schon auf dem Weg zum Hochschloss auf die 26. und 27. Veranstaltung des Weihnachtskonzertes ein. Karten für dieses beliebte Festkonzert waren schon lange nicht mehr zu erhalten.

In diesem Jahr verwöhnten wieder einmal Mitglieder des Barockorchesters "Concert Royal Köln" die Zuhörer mit beinahe ausnahmslos schöner Musik. Ausgerechnet der Auftakt, Antonio Vivaldis Violinkonzert "Der Winter" aus den "Vier Jahreszeiten", sorgte für Irritationen. Für die spröde Akustik des Festsaales im Hochschloss passten die schwierig zu stimmenden barocken Streichinstrumente schon im zweiten Satz nicht mehr zueinander, und wie Makoto Akatsu (Solovioline) das Naturgemälde nachzeichnete, war von rauester und oft im Tempo überzogener Art.

Georg Friedrich Händels berühmtes "Concerto B-Dur für Oboe, Streicher und Basso continuo" stammt vermutlich nicht von ihm, sondern von Johann Georg Linike, einem Zeitgenossen, der mit Händels Werken sehr vertraut war. Gleichwohl eröffnete Karla Schröter (Barockoboe) mit genauem Spiel einen wunderbaren Reigen barocker Solokonzerte.

Große Festmusik erklang mit Johann Georg Linikes Sonate für Trompete, Oboe, Flöte und Violine, Alexander Puliaev (Cembalo) spielte mit Eleganz das "Concerto g-Moll", das Johann Sebastian Bach nach einem Violinkonzert Telemanns für Cembalo adaptiert hat, Beniamino Paganini träumte virtuos auf der Traversflöte in Vivaldis Konzert "La notte" und gestaltete auch den Höhepunkt, Johann Sebastian Bachs "Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur", diesmal auf der Flauto dolce, mit. Weitere konzertierende Instrumente sind die brillante Trompete, Oboe und Solovioline. Als Siegesfanfare beendet die Trompete das mitreißende Spiel.

Der Verein der Freunde und Förderer von Schloss Dyck organisiert nicht nur das hochkarätige Weihnachtskonzert, sondern verwöhnte seine Gäste mit delikaten Canapès und erlesenen Getränken derart reichhaltig, dass die Pausen entsprechende Überlänge hatten. So gestärkt gelangen dann auch die beiden Weihnachtslieder zum Finale im vielstimmigen Festsaalchor: "Oh, du fröhliche Weihnachtszeit...".

(nima)
 
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