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Rhein-Kreis Neuss
Weniger Insolvenzen im Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss. Rückgang im vergangenen Jahr laut Statistischem Landesamt um 4,2 Prozent.

Die Zahl der Insolvenzen ist im Rhein-Kreis Neuss im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das geht aus jüngst vom Statistischen Landesamt IT.NRW vorgestellten Zahlen hervor. Demnach hat die Zahl der Insolvenzen im Rhein-Kreis Neuss insgesamt um 4,2 Prozent abgenommen. 2015 waren es 665 Insolvenzen, im vergangenen Jahr 637. Dabei handelte es sich um 148 Unternehmensinsolvenzen, 395 Verbraucherinsolvenzen, 84 ehemals selbstständig Tätige sowie zehn andere Schuldner. Insgesamt waren 486 Beschäftigte im Kreis betroffen, die voraussichtlichen Forderungen in Euro liegen bei rund 129,8 Millionen Euro.

In Neuss gab es im vergangenen Jahr laut IT.NRW 266 Insolvenzen (2015: 295), davon 65 Unternehmensinsolvenzen (62). Die zweitmeisten Insolvenzen im Kreis gab es 2016 in Grevenbroich (107), im Jahr zuvor waren es 100. Ansonsten blieb die Zahl der Insolvenzen durchweg im zweistelligen Bereich. In Dormagen waren es 76 (2015: 83), in Meerbusch 56 (61), in Kaarst 51 (58), in Jüchen 40 (36), in Korschenbroich 33 (24) und in Rommerskirchen acht. Dort waren es 2015 ebenfalls acht.

NRW-weit wurden im vergangenen Jahr bei den Amtsgerichten 30.228 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das waren 4,5 Prozent weniger als 2015 mit damals 31.662 Fällen. Allerdings hat sich laut IT.NRW die Höhe der voraussichtlichen Forderungen - das heißt alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an die Statistiker bei den Amtsgerichten angemeldet wurden - auf 8,3 Milliarden Euro summiert. 2015 waren es 6,3 Milliarden Euro. Dies sei vor allem auf einen überdurchschnittlichen Anstieg der Forderungen bei den Unternehmensinsolvenzen zurückzuführen. Im Vergleich zu 2015 (4,3 Milliarden Euro) beliefen sie sich 2016 auf 6,6 Milliarden Euro.

Landesweit beantragten im vergangenen Jahr 6547 Unternehmen (einschließlich Kleingewerbe) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (2015: 7347). In 4982 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, in 1565 Fällen wurde die Eröffnung mangels Masse abgewiesen. Neben den Unternehmen beantragten 23.681 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, in 19.804 Fällen handelte es sich dabei laut Statistischem Landesamt um Verbraucherinsolvenzen.

(abu)
 
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