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Rhein-Kreis Neuss
Wirtschaft nimmt Iran als neuen Markt in den Blick

Rhein-Kreis Neuss. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein sieht den Iran als interessanten Markt für die exportstarke Wirtschaft am Niederrhein.

Allerdings seien Geschäfte mit dem Iran trotz der Aufhebung der Sanktionen nach wie vor durch eine Reihe von Sonderregelungen beschränkt und entsprechend komplex. Das teilte die IHK jetzt mit. Nachdem die Internationale Atomenergiebehöre (IAEA) bestätigt hat, dass der Iran seine Verpflichtungen zum Rückbau des Atomprogramms eingehalten hat, ist der schrittweise Abbau der Sanktionen eingeleitet worden.

Beschränkungen des Zahlungs- und Kapitalverkehrs sind entfallen. Investitions- und Lieferverbote im Bereich Erdöl, Erdgas, Petrochemie und Schiffsausrüstung sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen wurden aufgehoben. Die Lieferung von sogenannten Dual-Use-Gütern - Produkte, die sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden können - ist teilweise wieder genehmigungsfähig. "Eine mehr als zehnjährige Eiszeit der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ist beendet", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

"Jetzt geht es darum, die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen wiederzubeleben." Klaus Brecl, Head of Sales Finance and Logistics des Krefelder Textilmaschinenbauers Allma Volkmann - Zweigniederlassung der Saurer Germany GmbH & Co. KG, sieht zumindest die Grundlagen für die Reaktivierung des Irangeschäfts geschaffen: "Der Iran ist für uns eine Chance, eine kurzfristige massive Umsatzsteigerung sehen wir aber nicht." Dazu sei man von einem einfachen Exportgeschäft noch zu weit entfernt.

Quelle: NGZ
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