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Rhein-Kreis Neuss
Wunderbare Konzerte auf Schloss Dyck

Das ist das Schloss Dyck in Jüchen
Das ist das Schloss Dyck in Jüchen FOTO: privat
Rhein-Kreis Neuss. Die Zuhörer im Festsaal des Hochschlosses waren ausnahmslos begeistert.

Seit Mai dieses Jahres waren die beiden Weihnachtskonzerte auf Schloss Dyck ausverkauft, die nun am letzten Adventswochenende im Festsaal des Hochschlosses ausnahmslos begeisterte Zuhörer hinterließen. Besonders die Besucher des Weihnachtskonzertes am Samstag konnten sich vom durch die zeitgleich stattfindende Dycker Schlossweihnacht, vielen Marktständen und dem prachtvoll wie üppig illuminierten Park beeindrucken lassen.

Der Verein "Freunde & Förderer von Schloss Dyck" hatte optimal vorgesorgt. Trotz Tausender Besucher auf dem Weihnachtsmarkt gab es für die rund 150 Konzertbesucher eigens reservierte Parkplätze. Sie wurden zudem vor dem Konzert durch ein Streichquartett in der barock restaurierten Bibliothek mit attraktiven Weihnachtsliedersätzen eingestimmt.

So schön sieht der Rhein-Kreis Neuss von oben aus FOTO: Berns, Lothar (lber)

Das eigentliche Konzert begann dann mit "Der Winter" von Antonio Vivaldi aus seinen berühmten "Vier Jahreszeiten" für Solovioline, Streicher und Basso continuo. Hanna Gärtner (Violine) spielte mit Verve und Temperament das Solo. Sie gehört zum neu gegründeten Barockensemble Sonare Neuss, arbeitet als Internistin in Düsseldorf, "hätte aber ebenso gut ein Musikstudium erfolgreich absolviert", wie der künstlerische Leiter Joachim Neugart sagt.

Zu diesem überzeugenden Ensemble gehören auch Stefanie Sassenrath (Oboe) und Iva Brockmann (Violine), die in Johann Sebastian Bachs Konzert für die beiden Soli und Streicher einen berauschenden Dialog im Mittelsatz vollführten. Dieses 12/8-Largo war Weihnachtskonzert pur. Wunderbaren Orchesterklang mit Joachim Neugart am digitalen Cembalo bot die "Sinfonia" aus der Einleitung des "Messias" von Georg Friedrich Händel. Das folgende Rezitativ und vor allem die Arie "Alle Tale macht hoch erhaben" stellten den jungen Tenor Leonhard Reso vor. Die Arie versah er mit glänzend gesungenen Verzierungen.

Ebenfalls aus dem "Messias" sang Sebastian Klein (Bass) Rezitativ und Arie "Dunkle Nacht bedeckt die Welt" mit seiner lyrischen und doch die trockene Akustik des Festsaals mühelos überwindenden Stimme. Mit "Bereite dich Zion" aus Bachs Weihnachtsoratorium nahm Ute Weitkämper (Alt) mit kerniger Tiefe und auch im hohen Register lichtem Glanz für sich ein. Schließlich sang Katarzyna Wilk (Sopran) die Arie "Bereitet die Wege" aus der gleichnamigen Adventskantate von Johann Sebastian Bach mit einer wunderbar leichten, auch in schnellen Läufen vollkommen sicheren Stimme.

Alle vier Solisten gehören zum ebenfalls von Joachim Neugart gegründeten Ensemble "Cantus Neuss", der dabei vor allem die Maxime im Sinn hatte: "Die vier Stimmen müssen zueinander passen." Weil dieses Konzept sehr überzeugend aufging, wurde der Eingangschor aus der Kantate 5 des Weihnachtsoratoriums "Ehre sei dir Gott gesungen" zum musikalischen Höhepunkt.

(Nima)
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