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Rheinberg
160 Ballons voller Hoffnung

Rheinberg: 160 Ballons voller Hoffnung
Nach dem ökumenischen Gottesdienst zur Einschulung ließen gestern Nachmittag die 160 Schülerinnen und Schüler der neuen Gemeinschaftsschule Rheinberg auf dem Kirchplatz bunte Luftballons in den Himmel aufsteigen – jeder symbolisch beladen mit Wünschen und Hoffnungen fürs Schulleben. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die neuen Rheinberger Gemeinschaftsschüler sind von Anfang an eine große Gemeinschaft. Das zeigte sich schon beim symbolträchtigen Ballonstart zwischen Gottesdienst und offizieller Feierstunde zur Einschulung. Von Rainer Kaussen

Sie kommen gerade aus einem einfühlsam gestalteten ökumenischen Gottesdienst, den Pastoralreferent Georg Welp und Pastorin Hanna Sauter-Diesing in der St.-Peter-Kirche gestaltet haben: 160 Kinder mit ihren Eltern, viele auch mit Geschwistern. Es ist ein buntes Bild auf dem Kirchplatz, noch vielfältiger ist das Stimmengewirr. Wie kann man da noch Aufmerksamkeit gewinnen für den nächsten Höhepunkt des Nachmittags?

Da merkte man, dass Frau Ministerin gelernte Pädagogin ist: "Schhhhhhhhhhhhhhhhhhhhttt" hauchte Sylvia Löhrmann ins Mikophon, das Schulleiter Norbert Giesen ihr reichte. Schon beim ersten Mal wurde es merklich leiser. Das zweite "Schhhhhhhhhttt" brachte dann den Erfolg: Sylvia Löhrmann lud alle 160 Mädchen und Jungen, die von heute an die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg besuchen, ein, ab sofort eine große Gemeinschaft zu sein und ein Zeichen des Zusammenhaltens zu geben: Möglichst gemeinsam sollten 160 kleine Luftballons freigelassen werden und in den Himmel steigen. Jeder – symbolisch – beladen mit Wünschen, die die Kinder am Start ins neue Schulleben haben. Wie Eric (10), der sich "viele Freunde und nette Lehrer" wünschte. Sabina dachte ähnlich und hoffte ebenso darauf, "in der neuen Schule Freunde zu finden".

Und die Eltern? Ist ihnen am Ende nicht doch etwas mulmig, ihre Tochter, ihren Sohn in die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg zu schicken. Die ja letztlich ein Schulexperiment ist? Ein Blick in die Gesichter der Erwachsenen zeigte: Diese Frage stellte sich niemand. Markus Todtenhöfer fand im Gespräch mit der RP die überzeugende Antwort: "Skepsis? Nein. Hoffnung!" Die Hoffnung darauf, dass sein Sohn Giuliano im längeren gemeinsamen Lernen ohne frühzeitige Festlegung den optimalen Schul- und Lebensweg finden kann.

Seite C 2 Kinder sind die Gewinner

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(RP/rl)
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