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Rheinberg
200 Paar Schuhe für den guten Zweck

Rheinberg: 200 Paar Schuhe für den guten Zweck
Die achtjährige Jule Eichhorn hilft ihrer Mutter Karina Eichhorn und Conny Fritsche beim Sortieren der abgegebenen Schuhe. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Die Kolpingfamilie Rheinberg beteiligt sich an der Aktion "Mein Schuh tut gut". Die Resonanz der Spender am ersten Tag war überwältigend. Die Schuhe werden verkauft, der Erlös kommt der Adolph-Kolping-Stiftung zu Gute. Von Sabine Hannemann

"Damit haben wir absolut nicht gerechnet", sagen Conny Fritsche und Karina Eichhorn vom Vorstand der Rheinberger Kolpingsfamilie. Erstmals nimmt sie an einer Schuhsammelaktion teil, die unter dem Motto "Mein Schuh tut gut" vom Kolpingswerk Deutschland ausgerufen wurde. Knapp 200 Paar Schuhe standen in Kisten verpackt für den Postweg am Nachmittag des ersten Sammeltages parat. Empfänger ist die Kolping GmbH in Geestland.

Der Kolping-Gedenktag bot den Rahmen für die bundesweite Aktion, die regelmäßig stattfindet. Bewusst wurden in Rheinberg drei Sammeltage im Januar gewählt. Eigentlicher Start ist schon im Dezember. "Der Dezember ist mit den verschiedensten Terminen einfach zu voll", sagt Conny Fritsche. Gerade der Jahresbeginn werde oft genutzt, die eigenen Kleiderschränke zu durchforsten, so die Erfahrung.

Die Ausbeute des ersten Sammeltages kann sich sehen lassen. Abgegeben wurden Kinderschuhe, Damen- wie Herrenschuhe, wie der Blick in die Kartons zeigt und bot einen Querschnitt gängiger Schuhmode wie Sneaker, Sandale wie auch Herrenschuhe aus Leder, Winterboots wie Pumps. "Die Schuhe sind hochwertig. Manche sind kaum getragen. Die Sammlung ist querbeet", sagen die beiden. Sollten Schuhe kaputt oder zu abgenutzt sein, werden sie im Pfarrheim St. Peter sofort ausgemustert.

Nochmals gesichtet werden sie vom Kolpingwerk Deutschland. Das getragene Schuhwerk wird einem zweiten Nutzerkreis zugeführt. Warme Winterschuhe werden in kalte Regionen der Welt geschickt. Ähnliches gilt für sommerliche Schuhe, die in warme Länder gelangen. Händlerfamilien bieten das Schuhwerk zu günstigen Preisen an, sichern sich so ihre Existenz. Das Informationsblatt vom Kolpingwerk Deutschland schreibt über den zweiten Nutzerkreislauf, dass es in den ausgewählten Regionen der Empfängerländern keine Schuhhersteller gibt, die von der Aktion benachteiligt würden. "Wir geben auch Altkleider in die Sammlung. Warum nicht auch Schuhe, vor allem wenn wir wissen, für welchen Zweck sie wohin geschickt werden", sagen Conny Fritsche und Karina Eichhorn.

Die Schuhsammelaktion dient dem Aufbau der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung. Mit der Aktion tritt die Kolpingfamilie bewusst in die Fußstapfen von Adolph Kolping, dem Begründer des Kolpingwerkes. Der katholische Priester hatte als Zwölfjähriger das Schuhmacherhandwerk erlernt. Am morgigen Freitag und am Montag, 17. Januar, 15 bis 17 Uhr, können noch Schuhe im St. Peter Pfarrheim abgegeben werden.

Quelle: RP
 
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