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Alpen
50 Jahre Behinderten-Sport in Alpen

Alpen: 50 Jahre Behinderten-Sport in Alpen
vordere Reihe von links: Irmgard Finmans, Bernhard Wolf, Paula Busch, Kurt Kamps (95 Jahre alt und seit 42 Jahren im Verein) Waltraud Hegmann hintere Reihe: Elke Friebel (1. Vors.) Heinke Busch-Hackstein, Margitta Steinmetzer (2. Vors.), Peter Wawer (seit 49 Jahren im Verein), Edith van Cleff, Edith Brands, und Hildegard Finmans. Foto: Armin Fischer FOTO: Fischer Armin
Alpen. Mit einem Festakt in der Taubenhalle feierte die Behinderten-Sport-Gemeinschaft Alpen (BSG) gestern 50-jähriges Bestehen. Neben Angeboten wie Wassergymnastik oder Reha-Sport stärken gemeinschaftliche Aktivitäten den Zusammenhalt der 70 Mitglieder. Bei Radtouren oder dem beliebten Spielenachmittag mit Kaffee und Kuchen in den Ferien steht die Geselligkeit im Vordergrund. "Wir wollen damit der Vereinsamung älterer Menschen vorbeugen. Unsere Mitglieder sollen sich austauschen und Kontakte knüpfen", sagte Elke Friebel. Die Vorsitzende wies darauf hin, dass weder der Grad einer Behinderung noch das Alter einer Mitgliedschaft bei der BSG im Wege stehen: "Wer Probleme mit dem Rücken oder ein künstliches Kniegelenk bekommen hat, darf gerne zu uns kommen. Wer einmal bei uns war, bleibt in der Regel." Den musikalischen Rahmen der Jubiläumsfeier gestaltete der Männergesangsverein Martonair mit Schlagern zum Mitsingen. Alpens stellvertretender Bürgermeister Kurt Verhülsdonk betonte, dass die BSG mit ihren speziellen Angeboten ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft sind, während die Ortsvorsteherin Karin von der Horst die große Vielfalt des Vereins hervorhob: "Die Mischung aus Sport, Gesundheit und Gemütlichkeit macht den eigentlichen Reiz der BSG aus." Von Erwin Kohl

Wie wichtig die Sportgemeinschaft für Alpen ist, zeigt sich am Beispiel des Schwimmvereins. "Das Verhältnis zwischen der BSG und uns ist eine ideale Symbiose. Als wir damals Mitglieder brauchten, waren sie dabei. Unser Verein unterstützt die BSG seitdem mit der Hälfte der Beiträge", sagte Dr. Werner Hübl, Vorsitzender des Schwimmvereins. Unter den Ehrengästen war auch der Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen (BRSNW), Reinhard Schneider. Der Funktionär verwies auf den Beitrag zur Inklusion, den die BSG leiste: "Teilhabe bedeutet, dass man sich gegenseitig wahrnimmt. Die BSG-Mitglieder sind Botschafter des Inklusionsgedanken." Auch Gustav Hense vom Kreissportbund Wesel fand lobende Worte: "Die BSG bietet genau die Dinge an, die uns zufrieden sein lassen." Urkunden für ihre langjährige Mitgliedschaft erhielten Peter Wawer (49 Jahre), Rudolf Thiel (47 Jahre), Kurt Kamps (42 Jahre), Eva Maria Thiel (33 Jahre), Paula Busch (31 Jahre) und Bernhard Wolf (26 Jahre).

Quelle: RP
 
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