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Rheinberg
Ab Mai holt der DLB auch den Bioabfall

Rheinberg: Ab Mai holt der DLB auch den Bioabfall
Der weiße DLB-Müllwagen leert bald nicht nur die blauen Tonnen für Papier, sondern auch die für Biomüll und Grünschnitt. Von links: Jörg Sill, Kai Rusch und DLB-Leiter Holger Beck. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Haushaltsübliche Mengen Sperrmüll können bald samstags an der Bahnhofstraße 160 abgegeben werden. Zweiter Müllwagen ist bestellt. Von Uwe Plien

Der neue Abfallkalender ist im Druck. "Er kommt im Lauf der nächsten Woche, dann werden wir ihn an alle Haushalte verteilen", sagt Holger Beck, Leiter des Dienstleistungsbetriebs (DLB). Auf der Homepage der Stadt kann man ihn unter www.rheinberg.de schon in den nächsten Tagen finden. Man sollte einen Blick in den Kalender werfen. Denn der DLB übernimmt zum 1. Mai große Teile der Abfallentsorgung (die RP berichtete). Das bedeutet: Manches bleibt gleich, Einiges wird sich verändern.

Nicht verändern wird sich etwa die Restmüllabfuhr. "Die wird weiterhin von der Firma Drekopf durchgeführt", so DLB-Betriebsleiterin Rosemarie Kaltenbach. Abfuhrtermine, Bezirke - alles bleibt gleich. Das gilt auch für die Entsorgung des Sondermülls. Die Firma Schönmackers schickt ihr Schadstoffmobil weiterhin auch nach Rheinberg. Und die gelben Säcke beziehungsweise gelben Tonnen werden im Auftrag des Kreises Wesel abgeholt und geleert.

Neu ist, dass sich zu dem weißen DLB-Müllfahrzeug (mit dem seit 2008 Altpapier abgeholt wird) ein weiteres gesellen wird. Rosemarie Kaltenbach: "Weil wir jetzt auch Bioabfall, Grünschnitt und Sperrmüll in Eigenregie abfahren, brauchen wir ein zweites Fahrzeug." Ein neuer Mercedes Econic Müllwagen für rund 230 000 Euro ist bestellt, wird aber erst im August geliefert. "Bis dahin", so Holger Beck, "haben wir einen Lkw angemietet."

Das Stadtgebiet wird für Sperrmüll, Bioabfall und Grünschnitt in sechs Bezirke eingeteilt. "Für jede dieser Abfallfraktionen hat jeder Haushalt künftig den gleichen Bezirk", so Beck. Im Online-Abfallkalender soll es möglich sein, auf den Straßennamen als Link zu klicken, um dann relevante Daten zu finden.

Neu ist ab Mai auch, dass man jeden Samstag nicht nur (wie bisher schon) Grünschnitt beim DLB an der Bahnhofstraße 160, sondern auch Sperrmüll abgeben kann - in Kofferraum-, nicht in Siebeneinhalbtonner-Ladungen. "Wir glauben, dass wir dadurch Geld sparen können", so Kaltenbach. Wenn Sperrmüll zur angemeldeten Abholung bereit gestellt werde, handele es sich oft um kleine Mengen. Dafür lohne es sich oft nicht, einen Wagen zu schicken. Wichtig zu wissen: Wer zum DLB kommt, sollte seinen Personalausweis dabei haben, "denn wir wollen keinen Mülltourismus". Größere Mengen Sperrmüll müssen angemeldet werden. Entweder online über die Rheinberg-Seite oder schriftlich über Karten, die dem Abfallkalender beiliegen.

Am Samstag, 2. Mai, kann erstmals Sperrmüll zum DLB gebracht werden. Am 4. Mai leeren die DLB-Leute dann erstmals die Mülltonnen. Holger Beck ist optimistisch: "Am Anfang wird es sicher ein paar Reibungsverluste geben. Aber ich gehe davon aus, dass wir das gut packen. Wir wollen es den Bürgern so angenehm wie möglich machen."

Die Stadt hat alle rund 25 000 Müllgefäße angekauft, die im Umlauf sind - damit sie flexibler arbeiten kann. Für die neuen Aufträge werden zwei Fahrer eingestellt, zunächst mit befristeten Verträgen. Nach einem Jahr werde man schauen, wie es weiterläuft, ob man möglicherweise auch das Restmüllgeschäft selbst erledige. Ob die eigene Müllabfuhr die Kosten treibt oder senkt, werde sich zeigen, sagt Rosemarie Kaltenbach. "Nicht das Einsammeln, das Entsorgen ist teuer. Wenn wir es schaffen, die einzelnen Arten gut zu trennen, kann sich das zu unserem Vorteil rechnen."

Quelle: RP
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