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Rheinberg
Adventliches Spektakel für alle Sinne

Rheinberg: Adventliches Spektakel für alle Sinne
Ein Glanzpunkt: Lichtkünstler René Albert beeindruckte das Publikum mit seiner leuchtenden Jonglage. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Rheinberg. Der 18. Adventsmarkt rund um die evangelische Kirche in Rheinberg hatte wieder eine herausragende Atmosphäre und überzeugte die Besucher mit einem sehr abwechslungsreichen Programm auf der Bühne und in der Budengasse. Von Erwin Kohl

Der Spektakel-Adventsmarkt zählt längst zu den beliebtesten seiner Art am Niederrhein - nicht ohne Grund. Zum einen sorgt ein Gang durch die idyllische Budengasse rund um die evangelische Kirche für romantische Weihnachtsvorfreude, zum anderen bieten 22 Partner sowie rund 200 ehrenamtliche Helfer ein Bühnenprogramm, das von seiner Qualität einzigartig sein dürfte.

Den Auftakt machten am Samstag die Schüler der städtischen Musikschule unter Leitung von Dorothea Stimmler in der evangelischen Kirche. Im Anschluss präsentierte der Fanfarenzug Grün-Weiß Xanten Weihnachtslieder und aktuelle Hits. Das war es aber auch schon mit weihnachtlichen Klängen. Mit der Formation "Old Love" folgte lupenreiner Blues und "Der Rhythmus vom Niederrhein". Mit Punsch und Glühwein in der Hand wippten rund 400 Besucher vor der Bühne mit - trotz Nieselregens.

Die Budengasse rund um die evangelische Kirche in Rheinberg gehört zu den stimmungsvollsten Weihnachtsmärkten am Niederrhein. Auch die 18. Auflage des Spektakels zog wieder zahlreiche Besucher an - trotz des regnerischen Wetters. FOTO: Armin Fischer

Moderne Gospels fürs Herz gab es danach vom "HeartChor". Der stimmgewaltige Chor brauchte nicht lange, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Vor allem um die klasse Solostimmen ist Leiter Tom Bissels zu beneiden. Da durfte es mit "Thank ya Jesus" auch mal ein Gospel im Blues-Stil sein, der so rabenschwarz rüberkam wie der Himmel über Rheinberg. FKK, die Kultband aus dem Ruhrgebiet, sorgte danach mit Oldies von Creedence Clearwater Revival bis Bob Marley dafür, dass vor der Bühne richtig was los war.

Für einen gelungenen Abschluss sorgte am Abend René Albert. Der Lichtkünstler jonglierte auf der dunklen Bühne mit bis zu fünf Leuchtkugeln und Keulen, die permanent ihre Farben veränderten. Ganz stark seine Choreografie zum Schluss, als er mit zwei kreisenden Leuchtstäben verschiedene Muster produzierte. So erschienen im Takt der Musik die Schrift "18. Spektakel Adventsmarkt 2015" und das Rheinberger Stadtwappen. Das Publikum forderte begeistert eine Zugabe.

Den Reiz des Spektakel-Marktes macht das breite Angebot aus Kunsthandwerk und Handarbeit aus. Die meisten Anbieter verfolgen einen gemeinnützigen Zweck, so der Förderverein der Grundschule Grote Gert, der für die Schulkasse Eier-, Kaffee- und Glühweinliköre hergestellt hatte. Im gleichen Häuschen boten Eltern für Schüler des Amplonius-Gymnasiums Lavendelessig und Plätzchen an. Handgemachte Seife in allen Geruchsrichtungen von Apfel bis Zimt-Orange bot Jennifer Haberkus. Der Renner war die Meeresalgen-Seife. Sie war nach wenigen Stunden ausverkauft. Pfiffig auch die modischen Handtaschen von Nicola Schmidt. Dabei handelt es sich um recycelte Jeans. Den passenden Gürtel hatte Sattler Dirk Schmidt im Angebot. Der "Taillenarchitekt" empfahl zwei Exemplare in unterschiedlichen Längen: "Einen für die Vorweihnachtszeit und einen für die Zeit danach."

Am Ausgang freute sich die KJG St. Peter wieder über einen guten Weihnachtsbaumverkauf. 210 Nadelbäume werden in den nächsten Tagen ins Haus geliefert.

Quelle: RP
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