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Alpen
Aktionstag bringt Bewegung in die Schule

Alpen. In Veen gab es mit Hilfe der offenen Jugendhilfe der evangelischen Kirche viele Angebote. Diakon Thomas Haß: "Unser Ziel ist es, die Kinder vom Fernseher und Computer wegzubekommen" Von Erwin Kohl

Die Schülerinnen und Schüler der Veener Gemeinschaftsgrundschule dürften reichlich ausgepowert den Heimweg angetreten haben. Waren in den Morgenstunden auf der Sportanlage der heimischen Borussia im Rahmen der Bundesjugendspiele bereits Höchstleistungen gefragt, wartete auf sie bei der Rückkehr das Spielmobil des Kreisjugendamtes auf dem Schulhof.

"Wir haben schon im vorigen Jahr gute Erfahrungen mit dieser Kombination gesammelt. Der Vorteil daran ist, dass wir nichts zusätzlich organisieren müssen, weil uns die Mitarbeiter der offenen Jugendhilfe der Evangelischen Kirche Alpen unterstützen", erklärt Schulleiter Lothar Bode.

Und was die Kinder betrifft, die hatten genügend Power für zusätzliche spielerische Herausforderungen. Denn kaum auf dem Schulhof eingetroffen, wurden die diversen Spielgeräte ausprobiert. Für Anneke ging es dabei im wahrsten Sinne des Wortes rund, denn die Grundschülerin war in eine Tonne gekrabbelt und wurde von Freundin Merle über den Schulhof gerollt. Julie aus der Klasse 3/4 c testete ihre Geschicklichkeit derweil auf so genannten "Pedalos", die dazu dienen, Kindern auf drehbar gelagerten Trittflächen motorische Basisfähigkeiten zu vermitteln. "Bewegung ist einfach ganz wichtig. Unser Ziel ist es auch, die Kinder vom Fernseher und Computer wegzubekommen", erläuterte Diakon Thomas Haß.

Eine Menge Bewegungsspaß bietet auch die große Hüpfburg, wenngleich auch nicht für alle. "Sie hat leider ein Loch. Da muss immer ein Kind drauf sitzen, sonst ist die Luft raus", so Haß.

Neben den angebotenen Spielgeräten wie Tretrollern, Handkettcars oder Hüpfstangen liegen Utensilien wie Zeltplanen, Stangen oder Seile bereit. "Die sollen die Kreativität der Kinder fördern. Sie können sich was nehmen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen", sagt Thomas Haß. Robin und seine Klassenkameraden haben auch schon eine erste Idee: "Wir versuchen, ein Zelt aufzubauen. Im letzten Jahr hat das nicht wirklich geklappt." Aber aus Erfahrung wird man klug und deshalb entstand nicht nur in kürzester Zeit eine sommerliche Unterkunft auf dem Rasen neben der Kirche, sondern auch ein geschützter Bereich für Kinder. Denn der einzige Zugang ins Zelt führte durch einen Kriechtunnel. "Da passen nur kleine Menschen durch", freute sich Carolin.

Ein solcher Aktionstag macht natürlich hungrig. Daher war das von Eltern zusammengestellte "Fitnessbuffet" sehr schnell umlagert. Bananen, Erdbeeren, Möhren und Melonen, dazu schmackhafte und gesunde Fruchtsäfte brachten die verbrauchte Energie umgehend zurück.

Am Nachmittag kamen zahlreiche Eltern und Großeltern und sahen dem Treiben, entspannt auf der Bank sitzend, zu. Am 17. und 24. Juni jeweils in der Zeit von 15-17 Uhr ist das Spielmobil des Kreisjugendamtes erneut auf dem Schulhof der Veener Grundschule zu Gast. Eingeladen sind Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf.

Quelle: RP
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