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Alpen
Alpen dankt für ehrenamtlichen Einsatz

Alpen: Alpen dankt für ehrenamtlichen Einsatz
15 000 Ehrenamtler konnte Bürgermeister Thomas Ahls (rechts) nicht auf einmal ehren. Stellvertretend für alle engagierten Alpener dankte er 24 Personen, die von den Vereinen und Verbänden vorgeschlagen worden waren. FOTO: Olaf Ostermann
Alpen. In der Gemeinde werden 15 000 Ehrenämter bekleidet - und das bei nur knapp über 12 000 Einwohnern. Von Erwin Kohl

Keine Kommune kommt in Zeiten klammer Haushaltskassen mehr ohne die Unterstützung ihrer vielen ehrenamtlichen Helfer aus. Im Etat einer Gemeinde sind ihre Dienstleistungen längst eingepreist, auch wenn die nackten Zahlen dies nicht zu erkennen geben. Ob im Martinskomitee, beim Sportverein oder der Pflege öffentlicher Flächen: Überall ist die Handschrift der "Heinzelmännchen" sichtbar. Mit einem Ehrenamtstag im pädagogischen Zentrum an der Fürst-Bentheim-Straße bedankt sich die Gemeinde Alpen seit vielen Jahren bei ihren Unterstützern. Ein Blick auf die enorme Zahl an ehrenamtlichen Helfern macht die Führungsposition der Kommune im Kreis deutlich.

"In Alpen werden 15 000 Ehrenämter bekleidet und das bei nur knapp über 12 000 Einwohnern", erklärt Bürgermeister Thomas Ahls voller Stolz. Einige Hundert davon durften es sich bei Frikadellen, kalten Getränken und heißen Rhythmen von Judy Bailey und Patrick Depuhl mal so richtig gut gehen lassen. Die weltweit bekannte Sängerin mit Wohnsitz in Menzelen West zeigte sich beeindruckt, dass so viele Menschen ihre Freizeit für die Allgemeinheit opfern: "Ein Dorf und eine Stadt braucht Leute wie euch, die geben."

Als Vertreter des Kreises begrüßte der stellvertretende Landrat Josef Devers die Gäste im Schulzentrum. "Nicht lange reden, sondern anpacken" sei der Spruch, den man im Kreis spontan mit den Bürgern dieser Gemeinde verbinde. "In Alpen sind gute Ideen und bürgerliches Engagement zuhause. Ob Hallenbad, Sportanlage oder die Bücherei, alles funktioniert bestens. Die Alpener haben alles, vor allem Geld. Weil sie damit umgehen können", so Devers. Der Politiker hob hervor, dass die ehrenamtlich tätigen Menschen in Alpen ihre Motivation nicht aus "Ich-bezogenen" Quellen wie Prestige oder Geltungsdrang schöpfen, sondern helfen, weil es ganz einfach nötig ist. "Im Kreis Wesel sind sie längst Vorbild. Seien sie ruhig ein bisschen stolz darauf. Sie sind die gute Seele von Alpen", versicherte Josef Devers. Thomas Ahls bedankte sich bei den Anwesenden für die geleistete gemeinnützige Arbeit und den partnerschaftlichen Umgang von Verwaltung, Vereinen und Verbänden. Besonders gefreut hat ihn das Engagement der Gemeindemitglieder im Bereich der Flüchtlingshilfe, in dem man versucht habe, neue Wege zu beschreiten: "Als ich im letzten Jahr zu einer ersten Besprechung Menschen eingeladen hatte, die sich für Flüchtlinge einsetzen wollte, hatte ich einen Raum für 30 Personen eingerichtet. Es kamen doppelt so viele." Angeregt wurde dieser Prozess von Judy Bailey und Patrick Depuhl. Im ersten Vorgespräch ist dann auch gleich die Idee zu einem Fest der Begegnung entstanden.

"Ich will nicht übertreiben, aber das war ein berauschendes Fest mit einem Buffet von unseren Gästen, das wohl kein Caterer hinbekommen hätte. Sie können mir glauben, die Stimmung in den Unterkünften ist jetzt deutlich besser als früher", versichert der Verwaltungschef.

Auch in diesem Jahr wurden von den Vereinen, Verbänden und Organisationen der Gemeinde 24 Personen vorgeschlagen, die stellvertretend für alle ehrenamtlich engagierten Alpener an diesem Abend geehrt wurden: Inge Berns, Hans Bongen, Willi Brammen, Angela Eichhorn, Christel Drüen, Roswitha Gardewischke, Monika Gietmann, Irmgard Graeven, Paul Heek, Dirk Hirschfeld, Paul Ingenfeld, Rolf-Friedhelm Janßen, Walter Jung, Rolf Misselhorn, Johannes Paaßen, Erika Schleifenbaum, Norbert Schulze, Edeltraut Schwerdt, Axel Strey, Horst Sujatta, Werner Terfloth, Walter Tscherny, Gerd Verhaelen und Kurt Wozniak.

Quelle: RP
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