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Alpen
Alpener fürchten die Folgen des Bergbaus

Alpen: Alpener fürchten die Folgen des Bergbaus
Pfarrer Dr. Hartmut Becks (stehend) bei einer Führung in der Alpener Kirche. Er befürchtet, dass die Kirche bereits Schaden genommen hat. FOTO: ARFI (Archiv)
Alpen. Am Montag findet im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen eine öffentliche Podiumsdiskussion statt. Von Uwe Plien

"Bergschäden durch Kohle- und Salzabbau – Feststellen eines Bergschadens, Schadensersatz und richtiges Vorgehen gegenüber dem Bergbauunternehmen": So hat die Evangelische Kirchengemeinde Alpen eine Podiumsdiskussion überschrieben, die am Montag im Gemeindehaus stattfindet und zu der alle Interessierten eingeladen sind.

Die Gemeinde hatte das Thema Bergschäden bereits vor rund zehn Jahren zum Gegenstand einer Veranstaltung gemacht. Nicht ohne Eigennutz, wie Pfarrer Dr. Hartmut Becks sagt: "Wir haben schon 2003 eine starke Rissbildung an der Kirche festgestellt und haben damals auch Schadensersatzansprüche bei esco bzw. Cavity und der DSK geltend gemacht." Ohne Erfolg: Damals sei sowohl vom Salz- als auch vom Steinkohlebergbau argumentiert worden, dass es sich in Alpen nicht um direkte bergbauliche Beeinträchtigungen handele. Nun, zehn Jahre später, drohten Fristen abzulaufen. Becks: "Wir haben das Gefühl, dass es in Alpen zumindest indirekte bergbauliche Einwirkungen gibt." Auch was den Grundwasserstand angeht: Die alte, wertvolle Barockkirche ist eine Pfahlgründung. Die alten Holzpfähle müssen immer feucht stehen. Fallen sie zwischenzeitlich trocken, weil der Grundwasserstand sinkt, und stehen anschließend wieder im Wasser, nimmt das Holz und damit die Standsicherheit Schaden.

Hartmut Becks: "Es geht aber am Montag nicht nur um uns und die Kirche. Das große Thema sind die Ewigkeitsschäden durch den Bergbau." Die Kirchengemeinde lässt sich inzwischen von Rechtsanwalt Dr. Michael Terwiesche vertreten, der ebenfalls auf dem Podium sitzt.

Ursprünglich sollte es übrigens statt einer Podiumsdiskussion eine Info-Veranstaltung mit der Cavity GmbH geben, die die Salzschäden aus der Solvay-Zeit regulieren soll, geben. Weil Cavity kein Interesse an einer solchen Veranstaltung gezeigt habe, sei man umgeschwenkt.

Quelle: RP
 
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