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Rheinberg
Altes Rathaus wird erst im März renoviert

Rheinberg. Neue Fensterläden müssen angefertigt werden. Abstimmung mit der Denkmalpflege ist erfolgt, Architekt ist beauftragt. Von Uwe Plien

Bis das alte Rathaus in Orsoy eingerüstet wird, werden noch ein paar Monate vergehen. Voraussichtlich können die Arbeiten am denkmalgeschützen Gebäude erst im Frühjahr beginnen, sagte der Technische Beigeordnete der Stadt, Dieter Paus, in der Ratssitzung.

Josef Devers, CDU-Ratsherr aus Orsoy, hatte sich danach erkundigt. "In Orsoy herrscht große Verunsicherung und Verärgerung", sagte er. "Der Bürgermeister hatte vor dem Schützenfest Anfang September mitgeteilt, dass nach dem Schützenfest mit der Renovierung begonnen werde. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert. Was ist da los?"

Dieter Paus erläuterte die Hintergründe: "Die Planung zum Orsoyer Rathaus ist zügig in Angriff genommen worden, ein Architekt ist schon vor dem Orsoyer Schützenfest beauftragt worden. Auch die Abstimmung mit der Denkmalpflege ist erfolgt. Allerdings müssen neue Fensterläden angefertigt werden. Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten erst im März erledigt werden können."

Zur Erinnerung: Am Rosenmontag 2016 hatte es gestürmt. Folge: Die Stadtverwaltung ließ die grünen Holzfensterläden am alten Rathaus Orsoy abmontieren. Aus Sicherheitsgründen, denn sie drohten abzufallen. Seither ist das denkmalgeschützte Gebäude im Herzen des alten Festungsstädtchens "nackt" - und das gab immer wieder Anlass zu Diskussionen und Nachfragen. Im Februar dieses Jahres hatte die CDU-Fraktion erfolgreich beantragt, 150.000 Euro für die Sanierung des Rathauses im Haushalt zu verankern. Nicht nur, damit die prägnanten grünen Fensterläden zurückkehren können, sondern es sollte auch in die angegriffene Fassade investiert werden.

Diese Sanierungsmaßnahmen und -vorschläge sind inzwischen mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege vor Ort abgestimmt worden. Es wurde eine Vereinbarung getroffen, auf deren Basis die zu erledigenden Arbeiten ausgeschrieben worden sind.

Noch ein anderer Punkt interessierte Josef Devers. Dabei ging es ihm um die ehemalige Papierfabrik Haindl in Walsum, die 2015 von Norske Skog aus Norwegen aufgekauft worden war. Im Juni dieses Jahres hatte es dort einen Großbrand gegeben. Auf dem Areal entsteht für den Duisburger Hafen der sechste Logport. "Das Gelände in Walsum liegt genau gegenüber von Orsoy", warf der CDU-Politiker in der Ratssitzung ein. Es sei dort mit Containerverkehr zu rechnen. Ob die Stadt ihm denn mitteilen könne, wie es in Walsum weitergehe und was dort zu erwarten sei. Dieter Paus will sich erkundigen und die Politik informieren, wenn sich ein neuer Sachstand ergibt.

Quelle: RP
 
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