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Weihnachtsgeschäft bei Amazon Rheinberg
So kommt das Stofftier unter den Baum

Zu Besuch bei Amazon: Der Weg der Ware
Millionen Deutsche bestellen ihre Weihnachtsgeschenke im Internet. Aber wie kommt das Geschenk vom Klick im Netz unter den Baum? Wir waren bei Amazon in Rheinberg zu Besuch. Von Antje Seemann, Rheinberg

Das Logistikzentrum von Amazon in Rheinberg zählt zu den ältesten des Online-Versandhändlers in Deutschland. Im Weihnachtsgeschäft gehen hier Millionen von Bestellungen ein, deswegen verdoppelt das Unternehmen für diese Zeit die Zahl seiner Mitarbeiter am Standort am Niederrhein. In Rheinberg arbeiten rund 1400 festangestellte Mitarbeiter, vor Weihnachten kommen nochmal um die 1500 Saisonkräfte hinzu. "An einem Montag verschicken wir um die 200.000 Artikel. Das sind rund 120.000 Pakete. Im Weihnachtsgeschäft ist es gut das Doppelte. An einem Spitzentag sind es bis zu 300.000 Pakete”, sagt Karsten Frost, Leiter des Standorts Rheinberg.

Der Kunde will seine Bestellung allerspätestens am 24. Dezember haben; weil Heiligabend in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, diesmal sogar einen Tag früher. Damit das klappt, sind die Abläufe beim Logistiker klar geregelt.

Nichts geht ohne Computer

Vom Klick bis zum versandfertigen Päckchen brauchen viele Online-Händler nur ein paar Stunden. So auch in Rheinberg. "Unser Anspruch ist es, Bestellungen vom Eingang bis zum Versand des Paketes in zwei Stunden fertig prozessiert zu haben”, sagt Frost.

Hintergrund: Hier kommen die Amazon-Päckchen her FOTO: Ronny Hendrichs

Bestellt zum Beispiel ein Kunde ein Plüschtier, geht bei Amazon eine Meldung ein. Der Computer schickt dann einem Mitarbeiter eine Nachricht und sagt ihm, wo der Artikel liegt. Der Mitarbeiter geht hin, schaut sich das Plüschtier an, scannt es ein und legt es in eine gelbe Postkiste. In Rheinberg sind die Regale alle so hoch, dass die Mitarbeiter ohne Probleme herankommen. Die Artikel lagern auf mehreren Etagen, von denen aus Förderbänder sie zum Sortierbereich und danach zum Packen bringen.

In der Kiste wird das Stofftier zum Verpacken gebracht. Der Computer bei den Verpackern schlägt den Mitarbeitern eine geeignete Kartongröße vor. Artikel prüfen, Karton falten, Bestellung verpacken, Gewicht überprüfen (um zu sehen, dass nichts fehlt), zukleben und den Versandaufkleber aufkleben: Schon ist das Päckchen versandfertig. Weiter geht es dann wieder über ein Förderband, dieses Mal zu den Paketdiensten.

Der Weg ist kurz

In Rheinberg betreibt direkt neben dem Logistikzentrum von Amazon der Paketdienst DHL ein großes Versandzentrum. Die beiden Gebäude sind über eine Brücke und viele Fließbänder miteinander verbunden. So kommen die Päckchen von Amazon direkt zum Auslieferer. Dort wird auf den Förderbändern gescannt, wohin das Paket gehen soll. Ein Computer sortiert die Sendungen. Über eine Rutsche gelangen die Pakete auf ein Förderband und von dort aus in einen Lastwagen, der die Verteilerzentren ansteuert.

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Von dort aus ist der Weg für die Bestellung bis unter den Weihnachtsbaum nicht mehr lang: Die Pakete werden in Lieferfahrzeuge gepackt, die zu den Kunden fahren. 

(see)
 
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