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Alpen
An der Hauptschule Alpen "verlassen 37 Götter den Olymp"

Alpen. Eines muss man den Schülerinnen und Schülern der Alpener Hauptschule lassen: Unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden sie nicht. Denn die Abschlussfeier im Pädagogischen Zentrum an der Fürst-Bentheim-Straße stellten die Zehntklässler unter das Motto "Die Götter verlassen den Olymp". Zurückgelassen haben Poseidon, Aphrodite und Co dabei aber niemanden. "Alle 37 Schüler haben den Abschluss geschafft", verkündete Hermann Terboven unter dem lautstarken Jubel seiner ehemaligen Zöglinge. Von Erwin Kohl

Auch die Einzelergebnisse der Absolventen können sich durchaus sehen lassen. 16 Schülerinnen und Schüler schafften den Abschluss der Sekundarstufe I und 21 den mittleren Abschluss, elf davon sogar mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

Ob die Zeugnisse im Einzelnen tatsächlich das Prädikat "göttlich" tragen durften, wurde nicht verraten. Dafür richtete "Göttervater" Terboven einen Blick in die nähere Zukunft nach den Sommerferien: "Elf Schüler beginnen nach den Ferien eine Ausbildung, der Rest wechselt zu einer weiterführenden Schule."

Die näheren Zukunftspläne von Hermann Terboven tendieren dagegen eher in Richtung Liegestuhl und Garten. Auch der Schulleiter, der vor einem Jahr Hans-Peter Becker an der Spitze er auslaufenden Schule abgelöst, begibt sich nun in den verdienten Ruhestand, steht der Schule, die noch einen Jahrgang zum Abschluss führen wird, allerdings weiter als Ideen- und Ratgeber zur Verfügung.

Bei der Gestaltung der Abschlussfeier war der Schulleiter als Tontechniker gefragt, um das Programm kümmerten sich die Abgänger selbst. Das wurde cool und abgeklärt moderiert von dem Trio Helen Tagay, Lea Sobotka und Jan Terhufen. Unter den Ehrengästen befanden sich das Lehrerkollegium, Vertreter der Sekundarschule und der Firma Lemken, der ehemalige Schulleiter Hans-Peter Becker sowie Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. Bevor dieser das Wort ergreifen konnte, heizten die Mädchen der Sekundarschulen Tanz AG unter der Leitung von Sandra Holland-Kühnen mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt die Stimmung dermaßen an, dass das tobende Publikum nach einer Zugabe verlangte. In Anspielung auf die Dauerbaustelle im Ortskern mit den vielen nötigen Umwegen wünschte Thomas Ahls den Schülern, dass sie künftig ohne Ehrenrunden durchs Leben marschieren. Marwin Zurek und Nick Skonietzky demonstrierten in ihrem Pizzasketch, wohin uns die Hightech-Welt noch führen könnte: "Ich darf ihnen keine Cola liefern, sie haben Diabetes, sagt der Computer." Nach einem ausgezeichneten Trommelsolo von Kai Verhufen zogen die Schülersprecher Monique Dycks und Naima Dickhoff ein knappes Fazit: "Unsere Eltern sind stolz auf uns, und die Lehrer sind froh, wieder einen Jahrgang überlebt zu haben." Zum Schluss verabschiedeten sich Mechthild und Hermann Terboven an ihren Gitarren mit einem selbst getexteten Abschiedslied. Bleibt nur zu hoffen, dass Athene Spaß versteht und die Göttin der Weisheit den Schülern auf ihrem weiteren Lebensweg wohl gesonnen bleibt.

Quelle: RP
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