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Rheinberg
An der seifigen Kletterstange nach oben

Rheinberg: An der seifigen Kletterstange nach oben
Mina, die neunjährige Turnerin, hatte tolle Technik drauf und sicherte sich an der Kletterstange einen Turnbeutel und eine Schreibtischlampe, Klaus Eickers (l.) Jens Gardemann sicherten die Klettermaxe. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Gestern war Kinderbelustigung auf der Schützenwiese. Rund 300 Kinder nahmen am bunten Treiben teil. Von Svenja Jesse

Kinder mit bunt bemalten Gesichtern springen, rennen und tanzen auf der großen Wiese hinter dem Schützenfestzelt. Ob als Schmetterling, Pirat oder Raubkatze - jeder Wunsch wird beim Kinderschminken erfüllt. Frisch geschminkt, geht es gleich weiter auf die Hüpfburg oder zu einem der vielen Geschicklichkeitsspiele.

Im Mittelpunkt steht die knapp sieben Meter hohe, mit Schmierseife eingeriebene Kletterstange. An der versuchen die Kinder nacheinander ihr Glück. Ziel sind die nummerierten weißen Umschläge an der Spitze. Sie enthalten kleinere oder auch größere Preise. Doch diese zu erreichen, ist gar nicht so einfach. "Es ist sehr klebrig", berichtet Pia (8) aus Rheinberg. Sie hat es bis nach ganz oben geschafft und einen Gutschein gewonnen. "Der ist für ein Frühstück. Ich nehme meine Mama mit", sagt sie stolz.

Auch die neunjährige Mina aus Rheinberg wagt einen Versuch. Unter lauten Anfeuerungsrufen klettert sie die rutschige Holzstange hoch. In nur wenigen Sekunden ist sie an der Spitze angekommen und greift nach einem der Umschläge. Unter Applaus gleitet sie herunter und wird schon von ihren Freundinnen erwartet. Ihr Preis: eine Schreibtischlampe. "Die kommt direkt auf meinen Schreibtisch, da steht nämlich noch keine", sagt sie. Schwer fand sie das Klettern überhaupt nicht. "Ich bin Turnerin", verrät sie grinsend. Auch wer es nicht bis an die Spitze schafft, geht nicht leer aus. In einer Tasche warten für jeden kleine Trostpreise und das nicht nur beim Kletterbalken. Alle Preise werden gespendet. "Die Rheinberger Firmen sind immer sehr hilfsbereit, ohne sie wäre das nicht möglich", so Dette Ecker, Präsident des Kinderbelustigungskomitees.

Der große Hauptgewinn, ein Fahrrad, wird erst ganz zum Schluss vergeben. Klar. "Am Ende wird unser Hauptpreis aufgehängt. Die Herausforderung ist dann, nicht nur die Stange hochzuklettern, sondern man muss auch noch den richtigen Umschlag erwischen", verrät Dette Ecker.

Wie in jedem Jahr organisiert das Komitee von 1860 die Kinderbelustigung beim Stadtschützenfest. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Jedes Kind erhält am Eingang eine Wertmarke für zwei Kugeln Eis. Eingelöst werden diese bei Michel. Der Moerser Eismann ist jedes Jahr mit von der Partie. Und das auch schon seit 23 Jahren.

Auch der lustige "Papa Clown" ist wie in jedem Jahr wieder mit dabei. Mit buntem Hut und kariertem Clownskostüm tanzt und singt er zusammen mit den Kindern. Auch die Eltern müssen mitmachen. "Jetzt heben die Eltern mal die Arme und dann verbeugen sie sich. Und während die Eltern das machen, klatschen die Kinder", so Papa Clown.

Die Kinderbelustigung war auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg. "Die genauen Besucherzahlen haben wir erst, wenn jedes Kind sein Eis abgeholt hat", so Ecker. "Ich schätze, es waren heute über den Tag verteilt wieder 250 bis 300 Kinder da." Auch im nächsten Jahr warten Kletterbalken und Co. wieder auf die kleinen Besucher.

Quelle: RP
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