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Alpen
Anwohner befürchten zu viel Lärm

Alpen. Geplante Tankstelle in Alpen war Thema im Bau- und Planungsausschuss. Von Bernfried Paus

Zumindest mit einem Teilerfolg sind die Anwohner aus dem Planungsausschuss an den Drüpter Weg heimgekehrt. Mit Nachdruck hatte die Delegation zu Beginn der Sitzung im Rathaus deutlich gemacht, dass sie durch die geplante Tankstelle auf dem Gelände des benachbarten Reifenhandels eine weitere Verschlechterung ihrer Wohnqualität befürchten. Die Politik vertagte die Entscheidung über eine erforderliche Änderung des Bebauungsplanes auf den Rat. Bis dahin möchte die Verwaltung in Gesprächen mit dem Investor ausloten, ob und in welcher Form er bereit ist, sich an Lärmschutzmaßnahmen zu beteiligen.

Die Anwohner sehen insbesondere durch den Zu- und Abfahrtverkehr, mehr noch durch die angegliederte Waschanlage eine zusätzliche Lärmlast auf sich zurollen. Und sie berufen sich auf frühere Zusagen aus dem Rathaus, dass eine Tankstelle vor ihrer Haustür planerisch ausgeschlossen sei. Der Kurswechsel sei "sehr betrüblich", so ein Sprecher, zumal der nicht rechtzeitig kommuniziert worden sei.

Volker Schlicht aus der Bauabteilung erläuterte, dass es sich um eine Planung auf dem Gelände des Reifenhandels handele. Der liege im Gewerbegebiet. Und da sei eine Tankstelle nun mal zulässig, zumal ein Gutachter dem Investor attestiert habe, dass die Lärmschutzwerte deutlich unterschritten würden. Es werde aber im konkreten Baugenehmigungsverfahren nochmals überprüft, "wie hoch die Belastung tatsächlich ist".

Die Anwohner vom Drüpter Weg gehen davon aus, dass die mögliche Bauzeile, die abschirmend wirken könnte, durch die Tankstellenplanung nicht mehr realisierbar sei. "Wer baut denn da noch?", lautete die Frage. Die Kritiker monierten in dem Zusammenhang auch, dass der Parkplatz für Lemken "noch immer nicht, wie zugesagt, begrünt ist".

Doch die Anwohner, die sachlich vortrugen, waren zunächst einmal sichtlich damit einverstanden, dass die Verwaltung in Gesprächen mit dem Investor in ihrem Sinne weiter "nach verträglichen Lösungen" suchen möchte.

Quelle: RP
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