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Alpen
Armin Laschet: "Lieber auf dem Spargelhof als im Ständehaus"

Alpen: Armin Laschet: "Lieber auf dem Spargelhof als im Ständehaus"
Gut gelaunt (v.r.): Armin Laschet, Matthias Broeckmann (Sonsbeck), Spargelprinzessin Lea van Bebber und Alpens Bürgermeister Thomas Ahls FOTO: Fischer
Alpen. Knapp 70 Stunden vor Schließung der Wahllokale im Land hat sich CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet in Veen - das Krähendorf ist eine schwarze Hochburg - noch einmal Rückenwind geholt im Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Auguren vorhersagen um die Macht an Rhein und Ruhr. Von Bernfried Paus

Der Weg führt über Veen, wo die CDU innerhalb von nur drei Monaten die Zahl ihrer Mitglieder nahezu verdoppelt hat. Das ist auch der Nummer eins der Partei in NRW nicht verborgen geblieben. Laschet feixte über den "van-Beek-Zug", der die Parteifreunde mächtig ins Rollen gebracht habe. Überhaupt zeigte sich der prominente Wahlkämpfer neben aller Routine der politischen Profilierung kurz vorm Zieleinlauf bodenständig und lokal recht gut im Bilde.

Und er beherrscht die Sekundärtugenden. Sein großer Wahlkampfbus, in den unterwegs auch der örtliche Landtagskandidat Rainer Groß aus Xanten zugestiegen war, rollte fast auf die Minute pünktlich auf den Spargelhof Schippers, wo in der Scheune nervöse Anspannung spürbar und kein Platz mehr frei war. Die erste Begegnung auf dem Hof war majestätisch. Der Kandidat wurde von Spargelprinzessin Lea van Bebber begrüßt. Sie trägt schon eine Krone. Laschet will seine Anstrengung am Sonntag krönen. "Wie wird man Spargelprinzessin", fragte der Mann im dunkelgrauen Anzug freundlich. "Man wird gewählt", antwortete die Prinzessin. Sie kann der CDU nicht helfen. Mit 17 darf sie noch kein Kreuzchen machen.

Die gut 400 Leute im Saal schon. In den marschierte der Spitzenkandidat wie ein echter Fighter zur Hymne von Anderas Bourani "Auf uns" - begleitet vom rhythmischen Klatschen des Fan-Blocks von der Jungen Union.

Laschet erzählt, dass er eigentlich im Düsseldorfer Ständehaus im Publikum sitzen sollte, in das die RP Kanzlerin Angela Merkel eingeladen hatte. Doch er wolle am Sonntag eine Wahl gewinnen und ziehe daher die Nähe zu den Menschen vor. "Und hier ist es ja auch viel gemütlicher", sagte er. Bei dem Bekenntnis donnerte und blitzte es über Veen.

Nach dem Donnerhall argumentierte Profi Laschet auf den bekannten Politikfeldern, warum das Land einen Wechsel braucht. Um's auf den Punkt zu bringen, wählt er gern den Fußball als Vergleich: "Wir wollen endlich mal die Bayern schlagen." Nicht nur weil einige Umfragen die CDU inzwischen vorn sähen, zeigte Laschet Zuversicht, dass er sich am Montag in Berlin als designierter Ministerpräsident vorstellen werde. Pünktlich war er.

Quelle: RP
 
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