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Rheinberg
Auch esco-Leute demonstrieren heute im Werratal

Rheinberg. Auch zahlreiche Beschäftigte des esco-Salzbergwerks in Borth und deren Angehörige beteiligen sich heute an einer Menschenkette, mit der der Kalibergbau des Unternehmens K+S (esco ist eine Tochter von K+S) im Werratal unterstützt werden soll. Aufgerufen dazu haben der Betriebsrat des Werks Werra und die IG BCE. Die Betriebsräte aller anderen deutschen Standorte von K+S haben sich dem Aufruf angeschlossen. "Es ist fünf vor zwölf für uns", betont Harald Döll, Vorsitzender des Betriebsrats im Werk Werra und des K+S-Gesamtbetriebsrats. "Wir wollen ein Zeichen setzen und auf die vielen tausend Arbeitsplätze hinweisen, die im Werratal und darüber hinaus auf dem Spiel stehen."

Wegen ausstehender Genehmigungen und sehr stark begrenzter Entsorgungsmöglichkeiten hat sich die Situation des Werks Werra in den trockenen Sommermonaten weiter zugespitzt. Seit April 2016 sind bis zu 1000 der 4400 Beschäftigten immer wieder in Kurzarbeit.

"Für uns ist es selbstverständlich, unsere Kollegen an der Werra vor Ort zu unterstützen", sagt Peter Bleckmann, Betriebsratsvorsitzender im Salzbergwerk Borth. "Ohne das Werk Werra stirbt nicht nur die Region im Werratal. Ohne das Werk Werra ist auch der Fortbestand der Kaliindustrie in Deutschland insgesamt in akuter Gefahr", sind sich Döll und Bleckmann einig." Folgen habe das auch für das zweite Standbein der K+S Gruppe, den Geschäftsbereich Salz, zu dem das Werk Borth mit 325 Beschäftigten zählt. Auch der Vorstand der K+S AG unterstützt die Aktion und hat seine Teilnahme angekündigt.

Quelle: RP
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