| 00.00 Uhr

Rheinberg
Auge in Auge mit dem Enkel in Australien

Rheinberg: Auge in Auge mit dem Enkel in Australien
VHS-Fachbereichsleiterin Nicole Bobek, die den Kurs leitete, zeigt am Computerbildschirm, wie man mit Skype arbeitet. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Rheinberg. Im VHS-Sommerprogramm fand gestern im ehemaligen Konvikt ein Kurs "Chatten und telefonieren mit Skype" statt. Von Erwin Kohl

Im Internet passt die Welt an einen Tisch. Entfernungen spielen keine Rolle mehr, was vor allem dann praktisch ist, wenn Freunde und Verwandte über den Globus verteilt leben. Mit dem Kurs "Chatten und telefonieren mit Skype" wollte die Volkshochschule in Rheinberg die Möglichkeit bieten, neue Techniken auszuprobieren, und Berührungsängste abbauen.

Im Mittelpunkt des dreistündigen Seminars stand der Microsoft-Dienst Skype, der es mittels Bildtelefonie ermöglicht, seinem Gesprächspartner über Grenzen hinweg in die Augen zu sehen. Kursleiterin Nicole Bobek machte die vier Teilnehmer gleich zu Beginn darauf aufmerksam, dass der allzu offene Umgang mit vertrauten Daten Vor- und Nachteile birgt: "Wer seinen eigenen Namen im Nutzerprofil angibt, kann leichter gefunden werden, das allerdings von allen. Besser ist es, sich einen sogenannten Nickname auszudenken."

Daneben sei es ratsam, die Kamera außerhalb der Nutzungszeiten abzudecken, und auch der über Skype mögliche Austausch von Dateien wie beispielsweise Urlaubsfotos sei kritisch zu sehen. "Der Microsoft-Ableger hat seinen Firmensitz in Luxemburg, dort sind die Datenschutz-Richtlinien lockerer als hierzulande", warnte Fachbereichsleiterin Bobek.

Nach einer ersten Einweisung der Teilnehmer des Kurses wurde die Technik zunächst untereinander im kleinen Schulungsraum getestet, "Fuchs" und "Sonnenblume" kommunizierten Stuhl an Stuhl über das Internet. Die Motivation war für alle ähnlich: Mit den Enkelkindern im fernen Australien oder dem alten Freund in Italien zu sprechen, als säßen sie gegenüber, war der eine Reiz. Neugierde an der Technik und der Ehrgeiz, sie nutzen zu können, der andere.

Als Telefonersatz, das machte Nicole Bobek deutlich, taugt der Dienst allerdings nur bedingt: "Auf der einen Seite kann man zum günstigen Internet-Preis mit der ganzen Welt telefonieren, und es wird sogar gegen eine Gebühr ein Festnetzanschluss angeboten. Auf der anderen Seite muss man aber den Nutzernamen seines Gesprächspartners kennen und eine Zeit verabreden." Auch das haben die Kursteilnehmer des VHS-Sommerprogramms am Ende beherzigt: Über Skype wollen sie weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rheinberg: Auge in Auge mit dem Enkel in Australien


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.