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Rheinberg
Awo-Grundstück: Bohrungen provozieren kritische Fragen

Rheinberg. Wenn sich im Umfeld der ehemaligen Montessori-Schule was tut, schießen die Spekulationen ins Kraut. Die Sensibilität ist groß, seit bekannt ist, dass die Awo hier ein Verwaltungsgebäude mit integrierter Seniorenbegegnungsstätte bauen will. Die Kritiker wittern Ungemach. Als Ralf Winstroth, Kämpfer gegen das Projekt im historischen Teil der Stadt, gestern erfuhr, dass auf dem Schulhof der hier residierenden Dependance der Europa-Schule Erdbohrungen stattfinden, wandte er sich umgehend an die Verantwortlichen im Stadthaus. Von Bernfried Paus

"Wir hoffen, dass jemand, der zuständig ist, davon weiß", schrieb Winstroth für die Bürgerinitiative "Rund um den Pulverturm". Er hoffe weiterhin, dass die Bohrungen auch "unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten" freigegeben worden seien. Er mutmaße, so heißt es in der E-Mail, dass das Unternehmen "darauf keinerlei Rücksicht" nehme. Dabei sei der als Denkmal eingestufte Baugrund "konservatorisch nicht umfassend untersucht".

Winstroth macht keinen Hehl daraus, dass er die "Chuzpe, mit der der Bauherr solche Arbeiten veranlasst" ohne ein Jota an Information und ohne "Verständnis für Belange der Öffentlichkeit", als "außerordentlich störend" empfinde. Der Gegner der Awo-Pläne beklagt zudem "das unveränderte Phlegma" von Rat und Verwaltung, die vom Bauherrn, dem sie zuvor einen "Persilschein" allererster Güte ausgestellt hätten, nun vergeblich Informationen eingefordert hätten.

Die Antwort aus dem Stadthaus kam prompt. Sie fällt so knapp wie nüchtern aus: "Die Stadt ist darüber informiert worden, dass auf dem von der Awo erworbenen Grundstück Baugrunduntersuchungen durchgeführt werden. Dazu erfolgen an verschiedenen Stellen Bohrungen." Punkt.

Quelle: RP
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